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Camaiore
Photo © franz rossman
Photo © franz rossman

Camaiore

Dörfer, Pfarrkirchen und Abteien zwischen dem Meer und den Apuanischen Alpen

Camaiore, das in einem weiten Tal zu Füßen der Apuanischen Alpen liegt, ist eine antike Stadt und geht auf die Zeit der Römer zurück, die nach der Gründung von Lucca einige Vorposten an den Hängen des Monte Prana errichteten Zu diesen zählte Camaiore, dessen Name auf den Campus Major verweist, mit dem die weite Ebene gemeint war, die Lucca mit dem Hafen von Luini verband.
In der Folgezeit gelangte dieses Gebiet unter langobardische Herrschaft und dann unter die Kontrolle der Feudalherren von Lucca, die die ursprüngliche Anlage neu gestalteten und in den schönen mittelalterlichen Ort umwandelten, den man noch heute bestaunen kann.
Während der Renaissance unterstand Camaiore der Herrschaft der Sforza, die bis 1799 andauerte, als die Stadt den napoleonischen Truppen in die Hände fiel und vieler Kunstwerke beraubt wurde.

Sehenswürdigkeiten in Camaiore

Die herrschaftlichen Gebäude im historischen Zentrum von Camaiore zeugen noch heute von der bewegten Vergangenheit der Stadt. Zu ihnen zählt die schöne Stiftskirche Santa Maria Assunta mit ihrem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Sie stammt aus dem Jahr 1278. Ursprünglich wurde sie im romanischen Stil errichtet. Im 18. Jahrhundert erfolgten Umbauten im Barockstil, bevor man das Äußere im 20. Jahrhundert wieder in seine ursprüngliche romanische Form zurückversetzte. Ebenso sehenswert sind die Kirche San Lazzaro mit ihrem Kreuzgang sowie die langobardische Abtei San Pietro, die im 7. Jahrhundert gegründet wurde. Letztere bewahrt noch ihren ursprünglichen romanischen Aufbau, darunter die Apsis und die Fassade, und ist ein bedeutender historischer Ort an der Via Francigena. 

Einen Besuch lohnt auch der Palazzo Tori Massoni, in dem heute das Archäologische Museum untergebracht ist. Seine Sammlungen reichen von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter. Das Museum bietet einen interaktiven Rundgang mit Tast- und Experimentierstationen. Zu sehen sind unter anderem prähistorische Werkzeuge und der Abguss eines Oberschenkelknochens eines Homo neanderthalensis. Die Funde stammen aus lokalen Fundstätten wie der Grotta all’Onda und der römischen Villa in der Via Acquarella.

Im Ortszentrum sollte man auch das Museum für sakrale Kunst von Camaiore besuchen. Es wurde eingerichtet, um Gemälde, kirchliche Einrichtungsgegenstände und liturgische Gewänder aus dem 14. bis 16. Jahrhundert zu sammeln und zu bewahren.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Camaiore vor allem durch seinen Küstenort Lido di Camaiore immer bekannter geworden. Lido di Camaiore ist ein angenehmer und eleganter Badeort an den weiten Stränden der Versilia. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog er mit seinem besonderen Flair Persönlichkeiten wie Gabriele D’Annunzio, Eleonora Duse und Viktor Emanuel III. an.

Die herrschaftlichen Gebäude im historischen Zentrum von Camaiore zeugen noch heute von der bewegten Vergangenheit der Stadt. Zu ihnen zählt die schöne Stiftskirche Santa Maria Assunta mit ihrem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Sie stammt aus dem Jahr 1278. Ursprünglich wurde sie im romanischen Stil errichtet. Im 18. Jahrhundert erfolgten Umbauten im Barockstil, bevor man das Äußere im 20. Jahrhundert wieder in seine ursprüngliche romanische Form zurückversetzte. Ebenso sehenswert sind die Kirche San Lazzaro mit ihrem Kreuzgang sowie die langobardische Abtei San Pietro, die im 7. Jahrhundert gegründet wurde. Letztere bewahrt noch ihren ursprünglichen romanischen Aufbau, darunter die Apsis und die Fassade, und ist ein bedeutender historischer Ort an der Via Francigena. 

Einen Besuch lohnt auch der Palazzo Tori Massoni, in dem heute das Archäologische Museum untergebracht ist. Seine Sammlungen reichen von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter. Das Museum bietet einen interaktiven Rundgang mit Tast- und Experimentierstationen. Zu sehen sind unter anderem prähistorische Werkzeuge und der Abguss eines Oberschenkelknochens eines Homo neanderthalensis. Die Funde stammen aus lokalen Fundstätten wie der Grotta all’Onda und der römischen Villa in der Via Acquarella.

Im Ortszentrum sollte man auch das Museum für sakrale Kunst von Camaiore besuchen. Es wurde eingerichtet, um Gemälde, kirchliche Einrichtungsgegenstände und liturgische Gewänder aus dem 14. bis 16. Jahrhundert zu sammeln und zu bewahren.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Camaiore vor allem durch seinen Küstenort Lido di Camaiore immer bekannter geworden. Lido di Camaiore ist ein angenehmer und eleganter Badeort an den weiten Stränden der Versilia. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog er mit seinem besonderen Flair Persönlichkeiten wie Gabriele D’Annunzio, Eleonora Duse und Viktor Emanuel III. an.

In der Umgebung

Wer eine prähistorische Karsthöhle im Naturpark der Apuanischen Alpen erkunden möchte, fährt nach Casoli und besucht die Grotta all’Onda. Die Höhle ist von großer historischer und geologischer Bedeutung. Sie wurde zunächst von Neandertaler-Jägern bewohnt und später im Neolithikum sowie in der Kupferzeit für Landwirtschaft und Viehzucht genutzt. Heute präsentiert sie sich als großzügiger Naturraum mit Wasserfällen, die einen Bach am Fuß der Höhle speisen.

Ebenfalls sehenswert ist die Burg Montemagno aus dem 10. Jahrhundert im Tal der Freddana. Die Burg liegt an einem strategisch günstigen Ort mit herrlicher Aussicht. Im Mittelalter diente diese Lage dazu, die Via Francigena zu überwachen. Die Anlage erfüllte somit sowohl Wohn- als auch Verteidigungszwecke. 

Besichtigt werden kann außerdem das Grab von Villa Mansi aus dem 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr., das von einer etruskischen Siedlung im Gebiet von Camaiore zeugt.
Durch den Ort verläuft zudem die Via Francigena: Etappe 26 führt von Massa nach Camaiore, Etappe 27 weiter bis Lucca.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Camaiore auch durch seinen Küstenort zunehmend Bekanntheit erlangt. Lido di Camaiore trägt die Auszeichnung Blaue Flagge und gehört mit seinem klaren Meer und dem goldfarbenen Sand zu den besonders reizvollen Stränden der toskanischen Küste.
Lido di Camaiore ist ein angenehmer und eleganter Badeort an der weiten Küste der Versilia, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts namhafte Persönlichkeiten wie Gabriele D’Annunzio, Eleonora Duse und Viktor Emanuel III. anzog.
Die Strandpromenade erstreckt sich über rund drei Kilometer und umfasst zahlreiche Strandbäder. Besonders eindrucksvoll ist der moderne Pier, der über einen langen Steg ins Meer hinausführt und in einer 700 Quadratmeter großen Plattform endet. Im Sommer sollte man ihn sich nicht entgehen lassen, besonders bei Sonnenuntergang.

Ein weiterer sehenswerter Ort ist Casoli, das als „Dorf der Graffiti“ bekannt ist. Seit 1950 verzieren Künstler dort die Hauswände mit kunstvollen Ritzzeichnungen, angeregt durch den Maler Rosario Murabito. Die Werke zeigen Alltagsszenen, Mythen und lokale Persönlichkeiten und entstehen mit einer Technik zwischen Kunst und Handwerk.

Wer eine prähistorische Karsthöhle im Naturpark der Apuanischen Alpen erkunden möchte, fährt nach Casoli und besucht die Grotta all’Onda. Die Höhle ist von großer historischer und geologischer Bedeutung. Sie wurde zunächst von Neandertaler-Jägern bewohnt und später im Neolithikum sowie in der Kupferzeit für Landwirtschaft und Viehzucht genutzt. Heute präsentiert sie sich als großzügiger Naturraum mit Wasserfällen, die einen Bach am Fuß der Höhle speisen.

Ebenfalls sehenswert ist die Burg Montemagno aus dem 10. Jahrhundert im Tal der Freddana. Die Burg liegt an einem strategisch günstigen Ort mit herrlicher Aussicht. Im Mittelalter diente diese Lage dazu, die Via Francigena zu überwachen. Die Anlage erfüllte somit sowohl Wohn- als auch Verteidigungszwecke. 

Besichtigt werden kann außerdem das Grab von Villa Mansi aus dem 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr., das von einer etruskischen Siedlung im Gebiet von Camaiore zeugt.
Durch den Ort verläuft zudem die Via Francigena: Etappe 26 führt von Massa nach Camaiore, Etappe 27 weiter bis Lucca.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Camaiore auch durch seinen Küstenort zunehmend Bekanntheit erlangt. Lido di Camaiore trägt die Auszeichnung Blaue Flagge und gehört mit seinem klaren Meer und dem goldfarbenen Sand zu den besonders reizvollen Stränden der toskanischen Küste.
Lido di Camaiore ist ein angenehmer und eleganter Badeort an der weiten Küste der Versilia, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts namhafte Persönlichkeiten wie Gabriele D’Annunzio, Eleonora Duse und Viktor Emanuel III. anzog.
Die Strandpromenade erstreckt sich über rund drei Kilometer und umfasst zahlreiche Strandbäder. Besonders eindrucksvoll ist der moderne Pier, der über einen langen Steg ins Meer hinausführt und in einer 700 Quadratmeter großen Plattform endet. Im Sommer sollte man ihn sich nicht entgehen lassen, besonders bei Sonnenuntergang.

Ein weiterer sehenswerter Ort ist Casoli, das als „Dorf der Graffiti“ bekannt ist. Seit 1950 verzieren Künstler dort die Hauswände mit kunstvollen Ritzzeichnungen, angeregt durch den Maler Rosario Murabito. Die Werke zeigen Alltagsszenen, Mythen und lokale Persönlichkeiten und entstehen mit einer Technik zwischen Kunst und Handwerk.

Ereignisse

Jedes Jahr füllt sich anlässlich der Fronleichnamsprozession im Juni die Altstadt von Camaiore mit Teppichen aus Sägespänen, die im Dialekt von Camaiore „pula“ genannt werden.
Diese uralte Tradition wird von einer Gruppe von Teppichmachern weitergeführt, die bis zu vierzig Meter lange, eindrucksvolle figurative Werke schaffen, die die ganze Stadt bunt färben.

Jedes Jahr füllt sich anlässlich der Fronleichnamsprozession im Juni die Altstadt von Camaiore mit Teppichen aus Sägespänen, die im Dialekt von Camaiore „pula“ genannt werden.
Diese uralte Tradition wird von einer Gruppe von Teppichmachern weitergeführt, die bis zu vierzig Meter lange, eindrucksvolle figurative Werke schaffen, die die ganze Stadt bunt färben.

Lokale Produkte

Zu den typischen Spezialitäten der Versilia gehören Tordelli, halbmondförmige gefüllte Teigtaschen, die mit Ragù und Parmesan serviert werden. In Camaiore, Viareggio, Pietrasanta und der Umgebung kommen sie traditionell an Festtagen auf den Tisch. Für diese Spezialität hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Daher können Zutaten und Mengen der Tordelli-Füllung je nach Geschmack und Familientradition leicht variieren.

Unbedingt probieren sollte man auch zwei typische Wurstspezialitäten der Gegend: Lardo und Mortadella di maiale di Camaiore. Beide zeichnen sich durch einen kräftigen Geschmack aus und gehören traditionell auf die Tische der Versilia.

Nicht fehlen darf auch die Torta di Pepe, ein würziger Reiskuchen. Auch hierfür soll jede Familie ihr eigenes Rezept haben, weshalb die Zubereitung von Haus zu Haus etwas anders ausfällt. Die Torta di Pepe wird vor allem zur Osterzeit in den Bäckereien und Restaurants von Camaiore sowie in vielen Familien selbst zubereitet.

Zu den typischen Spezialitäten der Versilia gehören Tordelli, halbmondförmige gefüllte Teigtaschen, die mit Ragù und Parmesan serviert werden. In Camaiore, Viareggio, Pietrasanta und der Umgebung kommen sie traditionell an Festtagen auf den Tisch. Für diese Spezialität hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Daher können Zutaten und Mengen der Tordelli-Füllung je nach Geschmack und Familientradition leicht variieren.

Unbedingt probieren sollte man auch zwei typische Wurstspezialitäten der Gegend: Lardo und Mortadella di maiale di Camaiore. Beide zeichnen sich durch einen kräftigen Geschmack aus und gehören traditionell auf die Tische der Versilia.

Nicht fehlen darf auch die Torta di Pepe, ein würziger Reiskuchen. Auch hierfür soll jede Familie ihr eigenes Rezept haben, weshalb die Zubereitung von Haus zu Haus etwas anders ausfällt. Die Torta di Pepe wird vor allem zur Osterzeit in den Bäckereien und Restaurants von Camaiore sowie in vielen Familien selbst zubereitet.

Versilia

Versilia
Belebte Strände, Traditionen und die Stille der Apuanischen Berge
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