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Das Castello dell’Imperatore
Photo © magro_kr
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Prato, eine Stadt, die das Zeug zum Kino hat

Die Filme ihrer berühmten Bürger und der „Cineporto“ machen Prato zur „Stadt des Kinos“

Prato ist eine Stadt der Mode und der Textilindustrie, aber auch eng mit dem Kino verbunden. Hier wurden bekannte Persönlichkeiten des italienischen Films wie Roberto Benigni und Francesco Nuti geboren. Im Schatten des Castello dell’Imperatore entstanden zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen.

Roberto Benigni, der für den Film Das Leben ist schön mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, setzte zu Beginn seiner Karriere in seinen Bühnen- und Fernsehshows vor allem den Vororten von Prato ein außergewöhnliches Denkmal, insbesondere Vergaio. Im Umland von Prato entstand auch der Film Berlinguer ti voglio bene, in dem er die Hauptrolle spielte. Regie führte Giuseppe Bertolucci, der auch den Film Tutto Benigni inszenierte.

Francesco Nuti drehte in Prato sehr erfolgreiche Filme wie Caruso Pascoski di padre polacco und Il signor quindici palle. Unter der Regie von Maurizio Ponzi spielte er zudem in seiner Heimatstadt in Madonna che silenzio c’è stasera. Darin verkörpert er einen jungen Mann, der nach Prato auf Arbeitssuche geht, nachdem er sich der erdrückenden Fürsorge seiner Mutter entzogen hat.

Eine Szene aus dem Film Berlinguer ti voglio bene
Berlinguer ti voglio bene

Auch weitere bekannte Film- und Fernsehschaffende von gestern und heute stammen aus Prato, darunter die Schauspieler Pamela Villoresi und Francesco Ciampi sowie der bekannte Regisseur und Drehbuchautor Giovanni Veronesi. Er schrieb zahlreiche Drehbücher für seine Kollegen Leonardo Pieraccioni und den bereits erwähnten Francesco Nuti und feierte auch als Regisseur große Erfolge. Zu seinen jüngsten Filmen gehören die turbulente Komödie Tutti x 1 – 1 x tutti, die Fortsetzung von Moschettieri del re – La penultima missione und der meistgesehene Film aller Zeiten auf Sky Cinema, die Komödien Romantiche und Romeo è Giulietta sowie der Kostümfilm Dio ride, der in Colle Val d’Elsa und im oberen Cecina-Tal gedreht wurde.

Bei einem Streifzug durch die Filmgeschichte darf die „göttliche“ Clara Calamai nicht fehlen. Die Schauspielerin, die in den 1930er-Jahren und den folgenden Jahrzehnten mit den sogenannten Telefoni-bianchi-Filmen bekannt wurde, kam 1909 in Prato zur Welt. Ihr Vater war Vorsteher des kleinen Bahnhofs Porta al Serraglio. Die für ihre Schönheit und ihre freiheitliche Lebensweise bekannte Schauspielerin wurde einem breiten Publikum durch Luchino Viscontis Film Ossessione von 1943 bekannt, einem Meilenstein des Neorealismus. Darin spielte sie an der Seite von Massimo Girotti. 

Clara Calamai wird auch die erste Szene mit entblößter weiblicher Brust in der Geschichte des italienischen Films zugeschrieben. Sie stammt aus Alessandro Blasettis „La cena delle beffe“ von 1942. Unvergessen ist auch ihre letzte Rolle aus dem Jahr 1975 in Dario Argentos Profondo rosso. In diesem Kultklassiker des italienischen Horrorthrillers spielte sie eine der Hauptrollen.

Die Medici-Villa in Poggio a Caiano
Die Medici-Villa in Poggio a Caiano - Credit: Stefano Casati

Auch die Hügel rund um Prato dienten bereits als Filmkulisse. In Montepiano wurde Edoardo Gabriellinis Film I padroni di casa gedreht. Es war der zweite Spielfilm des Schauspielers und Regisseurs, der durch Paolo Virzìs Film Ovosodo bekannt geworden war. Elio Germano, Valerio Mastandrea und der Sänger und Schauspieler Gianni Morandi rückten den kleinen, von der grünen Landschaft des toskanischen Apennins umgebenen Ort ins Rampenlicht. 

 Auch eine andere Seite Pratos wurde im Film festgehalten: die chinesische Gemeinschaft der Stadt. Prato ist Sitz einer der bedeutendsten chinesischen Gemeinschaften Italiens, deren Mitglieder vor allem die Modeindustrie und deren Zulieferbetriebe in die Stadt zogen. Dieses Umfeld inspirierte Filme wie Marco Limbertis Cenci in Cina und Alessandro Benvenutis Caino & Caino sowie die chinesische Fernsehserie The China Story

 Zu den großen Regisseuren, die in Prato drehten, gehören auch Paolo und Vittorio Taviani. Für ihren Film Le affinità elettive wählten sie die Medici-Villa in Poggio a Caiano als Schauplatz. Mario Monicelli wiederum drehte einige Szenen von Amici Miei Atto III an verschiedenen Orten in Prato, unter anderem in der Umgebung der Villa del Palco. 

Vor Kurzem diente Prato zudem als Drehort für die RAI-Fernsehserie Pezzi Unici von Cinzia TH Torrini mit Giorgio Panariello und Sergio Castellitto. Dafür wurde eine Straße aus dem Florentiner Stadtteil Oltrarno mit seinen historischen Handwerksbetrieben nachgebaut. 

 

Garten der Manifatture Digitali Cinema
Garten der Manifatture Digitali Cinema - Credit: Toscana Film Commission

Pratos Ruf als Filmstadt wird seit 2017 durch die in der Stadt ansässige Infrastruktur zur Förderung audiovisueller und filmischer Produktionen, „Manifatture Digitali Cinema“ (Stiftung Sistema Toscana), gestärkt. 

Dieses Produktionszentrum steht Filmschaffenden zur Verfügung, die sich für die Toskana als Drehort entscheiden. Genutzt wurde es bereits von den Produktionen der Filme Se son rose von Leonardo Pieraccioni, Glassboy von Samuele Rossi und Forse è solo mal di mare von Simona De Simone mit Francesco Ciampi und Maria Grazia Cucinotta in den Hauptrollen. In den Manifatture Digitali Cinema Prato produzierte der Regisseur Enzo D’Alò außerdem seinen Animationsfilm Mary e lo Spirito di Mezzanotte, der bei den EFA European Film Awards in der Kategorie European Animated Feature Film nominiert war.

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The insertion of this event was not edited by the Visittuscany editorial staff. For any information or details, contact Elisabetta Vagaggini

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