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Bucht von Quercetano, Castiglioncello
Photo © Stefano Cannas
Photo © Stefano Cannas

Von der Costa degli Etruschi bis zu den Inseln: Filmreife Schauplätze

Postkarten-Szenarien für rasante Komödien und Filme von gesellschaftlicher Relevanz

Die Schönheit der Costa degli Etruschi ist den Regisseuren nicht entgangen, die sie seit jeher als Drehort wählen. Allen voran Castiglioncello, auch „Perle des Tyrrhenischen Meeres“ genannt. Der Ort wurde 1962 in Dino Risis Film „Il Sorpasso“ (Verliebt in scharfe Kurven) gefeiert, in dem Jean-Louis Trintignant, Vittorio Gassman, Catherine Spaak und Claudio Gora die Hauptrollen spielten. In jener Zeit war der Ort zudem ein beliebtes Urlaubsziel der Stars des italienischen Kinos, die dort ihre Ferien verbrachten – wovon noch heute luxuriöse Villen zeugen, die ihnen als Sommerresidenzen dienten. Zu den Gästen zählten die Drehbuchautoren Suso Cecchi d'Amico und Furio Scarpelli, die Schauspieler Claudia Cardinale, Marcello Mastroianni, Vittorio Gassman, Paolo Panelli und Bice Valori sowie der große Regisseur Federico Fellini.

Ein Standbild aus dem Film „Il Sorpasso“ von Dino Risi
Ein Standbild aus dem Film „Il Sorpasso“ von Dino Risi

Michele Riondino, ein für seine Arbeiten in Film und Fernsehen hochgeschätzter Schauspieler und Regisseur (bekannt für seine Rolle in „Der junge Montalbano“), wählte die Costa degli Etruschi für sein Regiedebüt „Palazzina Laf“.  Die Innenaufnahmen des Stahlwerks entstanden im ehemaligen Lucchini-Werk in Piombino. Sie dienen als Kulisse für eine Geschichte, die auf einer realen Begebenheit im Ilva-Werk in Tarent basiert. Der Film behandelt eine soziale Thematik aus der Arbeitswelt und spielt 1997 in Tarent, wo Caterino (Elio Germano) als Stahlarbeiter tätig ist. Eines Tages beschließen die Führungskräfte des Unternehmens, ihn als Spion einzusetzen, um unbequeme Arbeiter zu identifizieren. Diese Anfrage schmeichelt ihm zunächst, da sie eine Beförderung verspricht, entpuppt sich jedoch als ein Weg voller Tücken, unvorhersehbarer Wendungen und einer schweren Kehrseite der Medaille. Der Film verfügt über einen Original-Soundtrack renommierter Künstler wie: Diodato und Andrea Laszlo De Simone.

Zwischen Piombino und San Vincenzo – einem weiteren touristischen Highlight der Costa degli Etruschi – wurden zudem Szenen der Mediaset-Fiction „Erica“ gedreht, in der Vanessa Incontrada und Francesco Scianna die Hauptrollen spielen. Die Serie ist die Adaption der gleichnamigen, äußerst erfolgreichen französischen Produktion, die auf den Romanen der Bestsellerautorin Camilla Läckberg basiert, deren Bücher weltweit millionenfach verkauft wurden.

Marciana Marina
Marciana Marina - Credit: Shutterstock.com / Stefano Valeri

Blickt man weiter zum Toskanischen Archipel, so findet man den fiktiven Ort Pineta, Schauplatz der Erfolgsserie „I Delitti del Barlume“ (Die Toten von Pineta). Dieser wurde auf der Insel Elba, genauer gesagt in Marciana Marina, rekonstruiert. Die fesselnde Serie dreht sich um die Dorfkneipe „BarLume“, die der Protagonist Massimo (Filippo Timi) betreibt, während er sich – fast zufällig – wider Willen dazu veranlasst sieht, gemeinsam mit der chaotischen Gruppe der alten Stammgäste (Alessandro Benvenuti, Massimo Paganelli, Atos Davini und Marco Messeri) sowie einer Reihe urkomischer Figuren, gespielt von Corrado Guzzanti, Lucia Mascino, Stefano Fresi und Tiziana Guazzelli. 

Anna Valle, Giorgio Marchesi und Irene Ferri verbrachten fünf Monate auf der Insel Elba, um die Mediaset-Serie „Le onde del passato“ zu drehen. Die sechsteilige TV-Produktion basiert auf dem Roman „Due sirene in un bicchiere“ von Federica Brunini. Regie führte Giulio Manfredonia, der bereits an der Seite von Antonio Albanese bei zahlreichen Filmen mitwirkte.

Die Insel Giglio, auf der 2013 einige Szenen von Paolo Sorrentinos Film „La grande bellezza“ gedreht wurden – einem Film, der mit dem Oscar, dem David di Donatello und dem Nastro d’Argento ausgezeichnet wurde –, wurde nun als Drehort für den Film „The origin of love“ ausgewählt, in dem Layla, eine brillante feministische Therapeutin, die kurz davor steht, Jonas zu heiraten, den Mann, den sie – zumindest bis vor zwei Tagen – für perfekt hielt. Die gewählte Insel ist die perfekte Kulisse für die perfekte Hochzeit, bis ein Ereignis eintritt, das das idyllische Bild stört.

Diese Rubrik entstand in Zusammenarbeit mit der Toscana Film Commission, der zentralen Anlaufstelle für Filmproduktionen in der Region.

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