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Ein Motorradfahrer, der neben seinem Motorrad die Landschaft bewundert, im Hintergrund das Dorf Montepulciano.
Photo © Mirella
Photo © Mirella

3 Motorradrouten in der Toskana

Mit dem Motorrad auf Entdeckungsreise durch die authentische Toskana, zwischen kurvenreichen Panoramastraßen, zeitlosen Dörfern und legendären Landschaften

Die beste Art, die Toskana absolut unbeschwert zu erleben, ist mit dem Motorrad – vor allem, wenn die Tage länger werden und das Klima milder wird. Für alle Motorradfahrer*innen ist der erste Gedanke nach dem Winter, die Reisebegleiterin wieder auf die Straße zu bringen und sich durch Kurven, Hügel und zeitlose Landschaften führen zu lassen.

In diesem Artikel finden Sie 3 Routen, die man sich nicht entgehen lassen sollte, um die Toskana auf zwei Rädern – inmitten von Natur, kleinen Ortschaften und legendären Straßen - zu erkunden.

Inhalt
  • 1.
    Mit dem Motorrad durch die Garfagnana und die Lunigiana: von Lucca nach Aulla durch die Kurven der Berge
  • 2.
    Mit dem Motorrad durch den Aretiner Apennin: zwischen Pässen, Dörfern und authentischen Genüssen
  • 3.
    Mit dem Motorrad durch die Crete Senesi und das Val d’Orcia: Hin und zurück von Siena nach San Casciano dei Bagni

Mit dem Motorrad durch die Garfagnana und die Lunigiana: von Lucca nach Aulla durch die Kurven der Berge

Luftaufnahme der Teufelsbrücke in Borgo a Mozzano.
Ponte del Diavolo - Credit: Photo Graphic Studio

Eine spektakuläre Route durch Kurven und Serpentinen, die die Garfagnana und Lunigiana durchquert, ausgehend von der ummauerten Stadt Lucca und dem Flusslauf des Serchio folgend, bis man auf Dörfer inmitten von Bergen stößt. Im Hintergrund erhebt sich die imposante Silhouette des Naturparks der Apuanischen Alpen.

Nachdem man Lucca hinter sich gelassen hat, nimmt man die SS12 und folgt dem Flusslauf. Hinter Ponte a Moriano wird die Strecke interessanter und führt weiter nach Borgo a Mozzano,, wo die malerische Teufelsbrücke ins Auge sticht. Weiter geht es mit einem Zwischenstopp in Bagni di Lucca, wo man die historischen Thermen und den „Circolo dei Forestieri“ erkunden kann.

Die SR445 wird zum roten Faden der Reise: Auf der Strecke stößt man auf Ortschaften wie Barga, ein Juwel der romanischen Architektur, und Castelnuovo di Garfagnana mit der Rocca Ariostesca und der Montalfonso-Festung. An Sehenswürdigkeiten mangelt es hier nicht: von der Grotta del Vento bis hin zum Vagli-See mit seinem versunkenen Dorf.

Ab der Piazza al Serchio beginnen die spannendsten Kurven, zwischen weiten Ausblicken und dem Carpinelli-Pass. Die Route endet in Aulla, nachdem man Casola in Lunigiana - inmitten mittelalterlicher Atmosphäre und Berglandschaften - durchquert hat.

Mit dem Motorrad durch den Aretiner Apennin: zwischen Pässen, Dörfern und authentischen Genüssen

Ein Naturpanorama des Naturschutzgebiets Alpe della Luna im Herbst.
Die Alpe della Luna - Credit: Franco Vannini

Eine Route, die sich durch die Toskana und die Marken vorbei an Bergpässen, mittelalterlichen Dörfern und kaum befahrenen Straßen schlängelt und bestens für all jene geeignet ist, die dynamisches Fahren und den hautnahen Kontakt mit der Region lieben.

Die Tour beginnt in Sansepolcro und führt über Nebenstraßen inmitten der Natur Richtung Pieve Santo Stefano. Von hier aus geht es auf der SP208 hinauf in Richtung Chiusi della Verna, das für seine Franziskanerwallfahrtsstätte bekannt ist, die in den Wäldern des Casentino versunken liegt.

Nach einer rasanten Abfahrt erreicht man Bibbiena und anschließend Arezzo, wobei man das Tal entlang der SR71 durchquert. Die Strecke gewinnt in Richtung des Scheggia-Passes wieder an Höhe und führt den Weg durch Kurven und Ausblicke auf den Apennin weiter.

Anghiari mit seinem Renaissance-Charme ist ein absolutes Muss, ebenso wie Monterchi, wo sich die berühmte „Madonna del Parto“ von Piero della Francesca (Madonna der Geburt) befindet. Von hier aus geht es hinauf zum Passo di Bocca Trabaria, einer der bei Motorradfahrern beliebtesten Strecken mit technisch anspruchsvollen, spannenden Serpentinen.

Die Route führt weiter durch die Marken, entlang des Naturschutzgebiets Alpe della Luna, und kehrt dann über Badia Tedalda und den Passo di Viamaggio in die Toskana zurück. Die letzten Kilometer und dann geht es wieder zurück nach Sansepolcro, womit eine Rundtour voller Emotionen abgeschlossen wird.

Mit dem Motorrad durch die Crete Senesi und das Val d’Orcia: Hin und zurück von Siena nach San Casciano dei Bagni

Luftaufnahme eines Panoramas bei Sonnenuntergang über dem Val d'Orcia mit den typischen Zypressen.

Eine legendäre Route, die zwischen Asphalt und Schotterstraßen wechselt und den Reisenden in eine der berühmtesten Landschaften der Welt eintauchen lässt: sanfte Hügel, Zypressen, goldgelbe Felder und zeitlose Dörfer.

Die Tour beginnt in Siena entlang der Cassia in Richtung Rom, um dann auf die Straßen der Radstrecke L’Eroica abzubiegen. Die Schotterstraße ist auch für weniger geübte Fahrer*innen gut zu bewältigen und bietet zwischen der Fattoria di Radi und dem Vescovado di Murlo außergewöhnliche Ausblicke.

Die Route führt weiter durch Weinberge und sanftes Hügelland bis nach Montalcino, der Heimat des Brunello, mit Blick auf das Val d’Orcia, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Von hier aus geht es hinunter nach Torrenieri und Pienza, der idealen Stadt der Renaissance, wo ein kulinarischer Zwischenstopp mit Pecorino ein Muss ist.

Die kurvenreichen Panoramastraßen führen nach Monticchiello und zur berühmten, von Zypressen gesäumten Straße, einer der meistfotografierten der Welt. Die Reise führt weiter nach Castiglioncello del Trinoro und Sarteano, bis zur imposanten Festung von Radicofani, die die Landschaft überragt.

Die letzte Etappe führt nach San Casciano dei Bagni, das für seine Thermalquellen bekannt ist: der perfekte Ort, um die Reise nach Kilometern voller Naturschönheiten entspannt ausklingen zu lassen.

 

Drei verschiedene Routen, eine einzige Seele: die der besonders authentischen Toskana, die man Kurve für Kurve, Kilometer für Kilometer erleben kann.