Das alte Chianciano ist von mächtigen Mauern umgeben und über den Viale della Libertà mit dem neueren Stadtteil verbunden. Im historischen Zentrum kann man das imposante Castello dei Conti Manenti, auch „Il Monastero“ genannt, sowie den schönen Uhrturm besichtigen.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt gehört das Museum der Stiftskirche. Dort sind ein Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert aus der Schule von Duccio di Buoninsegna sowie eine Tafel mit Johannes dem Täufer zu sehen. Der Schutzpatron der Stadt hält darauf das alte Chianciano in den Händen, dargestellt mit Stadtmauer und zahlreichen Türmen.
Sehenswert ist auch das Archäologisches Stadtmuseum Museo Civico Archeologico delle Acque mit seiner umfangreichen Sammlung etruskischer Funde, darunter menschenförmige Aschenurnen und Grabbeigaben. Darüber hinaus dokumentiert das Museum die Nutzung der Thermalquellen in römischer Zeit. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Getreidespeicher und ist dank Taststationen und Informationen in Brailleschrift auch für blinde Besucher zugänglich.
Filmfreunde dürfte interessieren, dass Federico Fellini zu den berühmten Verehrern Chiancianos gehörte. Der Regisseur besuchte den Ort über viele Jahre hinweg und wählte ihn als Schauplatz für einige Szenen seines Meisterwerks „8½“. Ihm ist auch der Premio Chianciano/Fellini gewidmet, der jedes Jahr an Persönlichkeiten aus Kultur, Kunst und Unterhaltung verliehen wird.
Wer nach Chianciano kommt, sollte unbedingt einen erholsamen Aufenthalt in den Terme di Chianciano einplanen. Die Thermalanlage eignet sich auch für einen Urlaub mit der ganzen Familie.
Zum Komplex gehören die Thermalparks Fucoli und Acqua Santa. Hier entspringen vier mineralstoffreiche Heilwässer mit hohem Gehalt an Bicarbonat, Sulfat und Calcium: Acqua Santa, Acqua Fucoli, Acqua Sillene und Acqua Santissima.
Der Parco Fucoli bietet unter anderem Thermalbäder im Freien und Fangobehandlungen, die insbesondere bei Gefäß- sowie rheumatischen und degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt werden. Der Parco Acqua Santa eignet sich hingegen besonders für Trinkkuren. Diese sollen die Entgiftung des Körpers begünstigen, den Stoffwechsel anregen und die Verdauung unterstützen. Beide Parks sind miteinander verbunden und bieten Erlebnisse, die Entspannung, Gesundheit und Sport miteinander verbinden.
Zum Thermalkomplex von Chianciano gehören außerdem die Terme Sensoriali. Ihr Konzept orientiert sich an fernöstlichen multisensorischen Ansätzen und verbindet Thermalwasser mit modernen Entspannungstechniken, die das körperliche Gleichgewicht fördern sollen. In Chianciano Terme befindet sich außerdem das Thermalzentrum Sillene. Es bietet spezielle Thermalbehandlungen wie Fangobalneotherapie bei Gelenk- und Kreislauferkrankungen, Inhalationstherapien und Bäder bei Gefäßbeschwerden. Hier befindet sich auch ein Physiotherapiezentrum für die Rehabilitation nach Operationen sowie bei chronischen Beschwerden.
Die Piscine Termali Theia werden vom Wasser der Sillene-Quelle gespeist. Das mineralreiche Wasser besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Die Becken verfügen über Hydromassagen und Wasserstrahlen und können dank der hohen Quelltemperatur ganzjährig genutzt werden.
Diese Thermalwässer und die darauf beruhenden Anwendungen und Therapien haben Chianciano den Ruf einer regelrechten „Stadt der Gesundheit“ eingebracht.