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Botanischer Garten Pellegrini Ansaldi

Blicke auf die Toskana

Sieben malerische Orte inmitten von Hügeln, Dörfern und Kunststädten

Den Reiz der Toskana von einer höheren Position oder einem besonderen Aussichtspunkt aus zu bewundern, heißt, sich das Gebiet in seiner ganzen Vielfalt zu Gemüte zu führen. Die Landschaft ist ständig im Wandel: Meer und Berge, Hügel, Dörfer und Kunststädte wechseln sich ab und bieten immer neue Ausblicke.
Es folgen 7 Orte mit prachtvollem Blick auf die Toskana und einer Auswahl an Aussichtspunkten, die begehrte, aber nicht alltägliche Bilder bieten.

Inhalt
  • 1.
    Die kurvenreichen Straßen des Val d'Orcia und der Terre di Siena
  • 2.
    Ein stilles Dorf in den Apuanischen Alpen
  • 3.
    Ein botanischer Garten inmitten der Felsen
  • 4.
    Eine Terrasse mit Blick auf das Meer
  • 5.
    Von Kunst umrahmte Hügel
  • 6.
    Eine in den Fels gehauene etruskische Stadt
  • 7.
    Florenz von oben gesehen

Die kurvenreichen Straßen des Val d'Orcia und der Terre di Siena

Ein Panoramablick auf das Naturschutzgebiet Lucciolabella
Naturschutzgebiet Lucciolabella - Credit: John Weiss (CC BY-NC-ND 2.0)

Inmitten einer unberührten, fast verträumten Landschaft mit sanften Hügeln schlängelt sich eine von Zypressen gesäumte Straße. Es ist wahrscheinlich das Bild, das ganz besonders die Toskana und ihre Landschaften widerspiegelt. Folgt man der antiken Via Cassia von Siena aus Richtung Süden, trifft man auf einen der faszinierendsten und charakteristischsten Gebiete dieser Region: das Val d'Orcia, ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Sobald man dieses idyllische Tal betritt, schweift der Blick über einen einzigartigen, beeindruckenden Landstrich: Weinberge, Olivenhaine, bebaute Felder und Wälder, die ein harmonisches Mosaik bilden, über das Dörfer verstreut sind, die viel an Kunst und Architektur zu bieten haben, wie San Quirico d'Orcia und Pienza.
Einer der berühmtesten Aussichtspunkte im Val d'Orcia ist zweifelsohne die Straße im Naturschutzgebiet Lucciolabella. Diese kleine Panoramastraße ist von der Ortschaft La Foce aus sichtbar, im Gebiet von Chianciano Terme, südlich von Pienza.
Die kurvenreiche Straße um Monticchiello - Pienza - eignet sich ebenfalls bestens für ein Foto: Der Aussichtspunkt befindet sich in der Via Campo Alla Piana, bevor man zu einem Bauernhof an der Straße gelangt.


Schließlich ist noch die Straße zu erwähnen, die zum Bauernhof Baccoleno in Asciano führt, der in die Landschaft der Crete Senesi eingebettet ist. Die von Zypressen gesäumte Schotterstraße ist privat, aber man kann an der Hauptstraße - der SP60 zwischen Asciano und San Giovanni d'Asso - parken und zu Fuß zum idealen Aussichtspunkt gehen.

Ein stilles Dorf in den Apuanischen Alpen

Ein weiter Panoramablick auf Isola Santa im Herbst
Isola Santa im Herbst - Credit: Cristiano Antonini

Im Herzen der Apuanischen Alpen, an der Straße, die zur Küste der Versilia hinunterführt, trifft man auf eine Oase stiller Schönheit, einen eindrucksvollen Ort, der einer anderen Dimension anzugehören scheint. 
Es ist Isola Santa, ein uraltes Dorf, das im Mittelalter um ein Krankenhaus für Reisende und Pilger, am Ufer des Flusses Turrite Secca, errichtet wurde.
Jahrhundertelang war Isola Santa ein Rast- und Labungsort für all jene, die die natürliche Verbindung zwischen Versilia und Garfagnana, nämlich Foce di Mosceta, überquerten. 
Im Jahr 1950 zwang der Bau eines Staudamms zur Nutzung der Wasserkraft die Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. Später, in den 2000er Jahren, wurde dank eines Sanierungsprojekts das Seeufer neu belebt, während das Dorf seinen zeitlosen Charakter bewahren konnte: Heute scheint Isola Santa fast unbewohnt und hier sind nur einige Fischer und Durchreisende anzutreffen.
Um das Dorf aus einer Panoramaperspektive zu betrachten, ist der Aussichtspunkt nahe dem Staudamm bestens geeignet.

Ein botanischer Garten inmitten der Felsen

Ein Panoramablick auf die Apuanischen Alpen vom Botanischen Garten aus
Botanischer Garten

In Pian della Fioba, oberhalb von Massa, auf etwa 900 m Höhe, liegt der Botanische Garten der Apuanischen Alpen wie eine grüne Oase mit Blick auf eine der spektakulärsten Berglandschaften der Toskana. 
Der Garten, der über die Panoramastraße von Massa nach Arni oder über die Via dei Marmi zu erreichen ist, ist dem aus Massa stammenden Arzt und Botaniker Pietro Pellegrini gewidmet und befindet sich auf einem Felsvorsprung, der das Umland überragt.
Die hier wachsenden Arten sind größtenteils wild und zeugen von der außergewöhnlichen Artenvielfalt des Ortes. 
Der untere Teil der Anlage ist als Lehrpfad angelegt, während man beim Aufstieg in eine natürlichere Umgebung mit zahlreichen endemischen Arten kommt, die mit dieser besonderen Bergwelt verbunden sind.

Eine Terrasse mit Blick auf das Meer

Blick auf die Panoramaterrasse von Piombino bei Sonnenuntergang
Die Panoramaterrasse - Credit: Shutterstock.com / robertonencini

Die Piazza Giovanni Bovio in Piombino liegt auf der Spitze des Vorgebirges und mutet wie eine Terrasse an, die auf drei Seiten das Meer überblickt. 
Der in den 1920er Jahren nach dem Abriss einer etruskischen Festung errichtete Platz folgt den Linien des Felsprofils und bietet einen weiten, spektakulären Blick auf den Kanal von Piombino, der einen Großteil des Toskanischen Archipels umfasst und an klaren Tagen bis nach Korsika und Giannutri reicht.
Am anderen Ende der Terrasse steht die Rocchetta, ein neumittelalterlicher Leuchtturm, der die äußerste Spitze zum Meer hin markiert.

Von Kunst umrahmte Hügel

Stacciolis Werk in der Landschaft um Volterra
Stacciolis Werk in der Landschaft

Volterra liegt auf einer Anhöhe zwischen dem Cecina- und dem Era-Tal und ist von gut erhaltenen etruskischen Mauern umgeben. Bevor man die Stadt betritt, stößt man auf die Skulpturen von Mauro Staccioli: große runde Stahlwerke, die die Hügellandschaft umrahmen und den Blick zu einem Kunsterlebnis werden lassen.
Von der Altstadt mit ihren engen Gassen und Steinhäusern aus kann man den Blick über die umliegende Landschaft schweifen lassen.

Eine in den Fels gehauene etruskische Stadt

Blick auf das Dorf Sorano
Sorano

Sorano ist eine uralte Stadt, die auf einem Tuffsteinfelsen thront und in den Fels gehauen ist. Sie wird von den eindrucksvollen Vie Cave durchquert, tiefen, in Stein gehauenen Wegen, die schon seit der Etrusker begangen waren. Die Altstadt ist ein Labyrinth von gepflasterten Gassen, Auf- und Abstiegen mit Häusern, die sich an die Felswand schmiegen und in einem ständigen Dialog mit Architektur und Natur stehen.
Einer der beeindruckendsten Punkte, um das Dorf von innen zu sehen, ist der Masso Leopoldino, auch Rocca Vecchia genannt, ein befestigtes Bauwerk mit einer Panoramaterrasse und einem Uhrturm, von dem aus man die Stadt von oben betrachten kann. 
Für einen Überblick von außen lohnt sich der Weg zum Archäologischen Park, um von den Steinbrüchen von San Rocco aus Sorano in seiner ganzen kulissenhaften Pracht auf sich wirken zu lassen.

Florenz von oben gesehen

Florenz von Fiesole aus gesehen
Florenz von Fiesole aus gesehen - Credit: prinsesse Lea

Florenz lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, von denen jeder ein anderes Bild bieten kann. 
Der Bellosguardo im Südwesten der Stadt ist ein sanfter, unauffälliger Hügel, von dem aus man einen weiten Blick auf die Altstadt hat. Hier gibt es zahlreiche Renaissancevillen, die im Laufe der Jahrhunderte Persönlichkeiten wie Giuseppe Garibaldi, Ugo Foscolo und Henry James beherbergten, die sich von der Stille und Schönheit des Ortes angezogen fühlten.
Im Nordosten, nur acht Kilometer von der Altstadt entfernt, blickt Fiesole von oben auf Florenz herab: Dieser Ort etruskischen Ursprungs war - vor der Eroberung durch die Römer - eine der wichtigsten Siedlungen an den Südhängen des toskanisch-emilianischen Apennins. Im Mittelalter nahm seine Bedeutung mit dem politischen und wirtschaftlichen Aufstieg von Florenz ab, doch ab dem 14. Jahrhundert wurde es zu einem bevorzugten Urlaubsort besonders einflussreicher Florentiner Familien, wovon die über die Hügel verstreuten historischen Villen zeugen.
Im dem Gebiet von Fiesole bietet der Monte Ceceri einen der reizvollsten Ausblicke auf die Stadt. Dieser große Hügelpark, der heute ein Naturschutzgebiet ist, ist auch mit der Figur von Leonardo da Vinci verbunden, der genau hier mit dem Flug des Menschen experimentierte. 
Dieser Aussichtspunkt verbindet reizvolles Landschaftsbild mit besonders beeindruckender Geschichte.

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