Ein Zusammentreffen von Bildern, die bereits vertraut scheinen, und Details, die überraschen: Die Toskana zeigt sich auf diese Weise in einer spontanen Harmonie zwischen ikonischen Orten und Augenblicken, die man geruhsam genießen sollte.
Die Reise nimmt Gestalt an zwischen Etappen, die die Geschichte erzählen, und dem, was auf dem Weg passiert: eine Schotterstraße, die zur Entschleunigung einlädt, ein stiller Platz, ein Ausblick, der einen kurzfristig die Richtung ändern lässt.
Unter den unzähligen Möglichkeiten bieten diese Vorschläge einen ersten Leitfaden, um das Gebiet kennen zu lernen und sich Schritt für Schritt von seiner Schönheit leiten zu lassen.
Florenz ist einer der Orte, die eine magische Anziehungskraft ausüben und deren Schönheit sich nicht auf einige wenige Monumente konzentriert, sondern überall präsent ist.
Es ist die Wiege der Renaissance, aber auch eine Stadt, die von Plätzen, Palästen, Geschäften und Blicken auf den Arno durchzogen ist.
Piazza della Signoria, der Dom, die Kuppel, der Ponte Vecchio und der Palazzo Pitti, um nur einige ihrer bekanntesten Symbole zu nennen; rundum gibt es dynamische Viertel, historische Märkte, Kunsthandwerk und kulinarische Traditionen, die von einer Stadt erzählen, die niemals still steht, sondern zutiefst lebendig ist.
So zeigt sich Florenz: beim Spazierengehen, Beobachten und Zuhören, in einem natürlichen Gleichgewicht zwischen Kunst und Leben.
Überall sind die Spuren der Medici als weitläufige Präsenz zu spüren. Ihre Visionen haben das heutige Florenz geprägt, das dieses Erbe wie selbstverständlich im Alltag pflegt.
Neben Florenz ist Pisa eines der bekanntesten Reiseziele, nicht nur wegen des Schiefen Turms und der ikonischen Piazza dei Miracoli, sondern auch wegen einer Reihe weniger bekannter Orte, die den Charakter der Stadt abrunden.
Nur wenige Schritte von dem großen Monumentalkomplex entfernt verbirgt sich eine Stadt mit historischen Plätzen, lebhaften Gassen und eleganten Aussichtspunkten auf den Arno.
Zwischen Piazza dei Cavalieri, Borgo Stretto und Piazza delle Vettovaglie lebt die Vergangenheit einer alten Seemacht und eines kulturellen Zentrums wieder auf, während die Lungarni den Spaziergang zwischen Adelspalästen, Museen wie dem Palazzo Blu und kleinen gotischen Kirchen wie Santa Maria della Spina begleiten, die zwischen Stein und Wasser zu schweben scheint.
Pisa ist monumental und heimelig zugleich und verbindet die Kraft seiner Geschichte mit lebendiger, authentischer Atmosphäre.
Siena ist eine Stadt, die sich im Rhythmus ihrer Steingässchen und unvermuteter landschaftlichen Ausblicke präsentiert. Die Altstadt, die ihrem mittelalterlichen Grundriss in bemerkenswerter Weise beibehalten hat, ist ein kompaktes Netz von Straßen, Vierteln und Symbolen, die die Jahrhunderte der bürgerlichen, religiösen und künstlerischen Geschichte widerspiegeln.
Das Herzstück ist die Piazza del Campo mit ihrer einzigartigen Muschelform, die vom Mangia-Turm und dem Palazzo Pubblico überragt wird: ein Platz, der gleichzeitig Treffpunkt, Schauplatz des Palio und Spiegelbild der Sieneser Seele ist. Von hier aus erstreckt sich die Stadt in einer Abfolge von antiken Palästen, Kirchen, Museen und unerwarteten Einblicken bis hin zum Dom - einer monumentalen Schatztruhe der Kunst und des Lichts - und weniger bekannter Orte wie Santa Maria della Scala, den mittelalterlichen Gärten und den unterirdischen Bottini.
Die kompakt und gewaltig anmutende Stadt kann man bei einem Spaziergang zwischen den Vierteln, verborgenen Gärten, Museen sowie plötzlicher Stille erkunden.
Gleich hinter der Stadtmauer ändert sich die Landschaft plötzlich und lässt den Blick über die Crete Senesi schweifen: helle, vom Wind geformte Lehmböden und Hügel, die das Gefühl von Abgeschiedenheit und Schönheit unterstreichen und den Weg aus der Stadt ins Grüne begleiten.
Mit seinem unverwechselbaren Profil, das sich zwischen den Hügeln abzeichnet, ist San Gimignano einer der bekanntesten Orte der Toskana. Die weithin sichtbaren Steintürme zeichnen eine einzigartige Silhouette, die Inbegriff des Ehrgeizes und Reichtums der großen mittelalterlichen Familien ist, als das Dorf ein strategischer Punkt auf der Via Francigena war. Nicht umsonst ist es als das Manhattan des Mittelalters bekannt.
Wenn man durch die Altstadt geht, stößt man auf eine perfekt erhaltene Umgebung: Piazza del Duomo, die Stiftskirche Santa Maria Assunta, der Palazzo Comunale, das zivile und politische Gesicht der Stadt. Wer den Torre Grossa besteigt, blickt über Dächer, Landschaften und Rebzeilen und kann einen der berühmtesten Panoramablicke der Region genießen.
Umgeben von einem Ring perfekt erhaltener Renaissance-Mauern ist Lucca eine Stadt von stiller, gemessener Anmut. Bei einem Spaziergang entlang der von Bäumen gesäumten Stadtmauer, die die Altstadt umschließt, kann man sich langsam auf den Rhythmus der Stadt einstellen und die Dächer, verborgenen Gärten und Glockentürme betrachten, die hinter den Mauern auftauchen.
Im Inneren ist die Stadt kompakt und harmonisch angelegt, wobei römische, mittelalterliche und Renaissance-Spuren ganz natürlich nebeneinander bestehen.
Die Piazza dell'Anfiteatro, die auf der antiken römischen Arena erbaut wurde, hat ihre elliptische Form beibehalten und ist noch immer einer der bekanntesten und meistbesuchten Plätze. Nicht weit davon entfernt zeugt die sakrale Architektur vom Charakter Luccas, das seit jeher mit den Kultstätten verbunden ist: Der Dom von San Martino mit seiner asymmetrischen romanischen Fassade beherbergt Meisterwerke wie den Volto Santo (Heiliges Antlitz) und das Grabmal von Ilaria del Carretto, während San Michele in Foro und San Frediano einen dekorativen Reichtum offenbaren, der sich in Licht, Marmor und Stille offenbart.
Dann wandert der Blick hoch zu den Türmen, die das Stadtbild prägen.
Zwischen Kopfsteinpflasterstraßen, heimeligen Plätzen und Straßen wie der Via Fillungo lädt die Stadt dazu ein, geruhsam zu flanieren und Platz für Entdeckungen zu lassen.
Arezzo ist landschaftlich offener, liegt auf einem Hügel und ist von vier Tälern umgeben. Es hat einen soliden, authentischen Charakter bewahrt, Inbegriff von Stein, weiten Perspektiven und einer Geschichte, die überall zu spüren ist.
Die alten - erst etruskischen und danach römischen - Ursprünge der Stadt sind auch heute noch im Stadtbild und den Überresten des Amphitheaters, ebenso wie die tiefen Spuren, die die Zeit hinterlassen hat, zu sehen.
Die Altstadt ist eine Abfolge von Plätzen, Kirchen und Palästen, die von Jahrhunderten der Autonomie, Konflikten und Wiedergeburten erzählen. Die unregelmäßige, malerische Piazza Grande ist einer der ikonischsten Orte: Der Loggiato Vasariano unterstreicht ihr Profil und das Gefühl der Weite. Nicht weit davon beherbergt die Basilika San Francesco den Zyklus der Legende vom Wahren Kreuz von Piero della Francesca, ein Meisterwerk, das unauslöschlicher Inbegriff der künstlerischen Identität der Stadt ist.
Zwischen der Pieve Santa Maria, dem Dom, der Medici-Festung und den römischen Überresten ist die Stadt von einer nüchternen, kontinuierlichen historischen Präsenz geprägt.
Volterra liegt auf einem Hügel zwischen dem Era- und dem Cecina-Tal und hat seinen massiven, strengen Charakter bewahrt; es ist von einer doppelten Stadtmauer aus etruskischer und mittelalterlicher Zeit umschlossen, die noch heute sein Profil bestimmt.
Es ist eine Stadt mit mittelalterlichem Aussehen, in der die Atmosphäre eines alten Dorfes jeden Schritt durch die Straßen der Altstadt begleitet.
Das künstlerische und sakrale Zentrum ist die Piazza San Giovanni mit der Kathedrale Santa Maria Assunta und dem Baptisterium, während nicht weit davon entfernt der 1208 begonnene Palazzo dei Priori den Platz mit seinem strengen Erscheinungsbild als ältester Stadtpalast der Toskana beherrscht.
Neben seiner Geschichte hat Volterra seit Jahrhunderten eine identitätsstiftende Tradition bewahrt und zwar die Alabasterverarbeitung, dank der die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren des Kunsthandwerks in Italien geworden ist.
Gleich hinter den Mauern reicht der Blick von der etruskischen Akropolis und dem römischen Theater bishin zu einer essentiellen, unberührten Landschaft, die wie eine natürliche Fortsetzung der Stadt anmutet. So verlässt man Volterra inmitten von Stein, Stille und Handwerkskunst in ruhigem Tempo, das zum Verweilen einlädt.
Sanfte Hügel, unbefestigte, perfekt gewundene Straßen, Zypressenreihen, die das Auge zu leiten scheinen: Das Val d'Orcia südlich von Siena ist eine der besonders bemerkenswerten, harmonischen Landschaften der Toskana.
Hier dient die Natur nicht als Kulisse, sondern gibt das Tempo vor.
Der Fluss Orcia fließt durch ein, von der Zeit geformtes Tal zwischen Schluchten, bebauten Feldern, Olivenhainen und Weinbergen, die eine alte Struktur verbindet. Auf den Hügeln überragen Dörfer und Festungen das Gebiet von oben, während im Westen das Profil des Monte Amiata den Horizont mit seinem imposanten Erscheinungsbild abrundet.
Von der Festung von Radicofani, von wo aus sich ein ganz besonders schöner Blick über das gesamte Tal bietet, geht es hinunter nach Pienza, der idealen Stadt der Renaissance, und weiter zwischen den Zypressen von San Quirico d'Orcia, durch Castiglione d'Orcia und nach Montalcino, dem Land der berühmten Weine und Aussichten, die sich je nach Lichteinfall verändern.
Alles verbindet die Frankenstraße, der alte Weg der mittelalterlichen Pilger und Leitfaden eines langsamen, bewussten Tourismus ganz im Einklang mit Schritten, Stationen und weiten Horizonten. Ein Gebiet, das man in aller Ruhe durchqueren sollte, wobei die Landschaft - mehr als alles andere - den Weg weist.
Maßgeschneiderte Hügel, Reihen von Weinstöcken, die den Konturen des Landes folgen, Eichen- und Zypressenwälder, die sich mit Pfarrkirchen, Burgen und kleinen Dörfern abwechseln: Das Chianti-Gebiet erstreckt sich zwischen Florenz und Siena wie eine harmonische Landschaft, in der Natur und Geschichte seit Jahrhunderten in einem unverwechselbaren Gleichgewicht zusammenleben.
Das Land ist das Ergebnis eines langen Dialogs zwischen Mensch und Erde. Der Wein zieht sich wie ein roter Faden durch die Landschaft, aber das Gebiet ist auch für sein natives Olivenöl extra, die Wurstwaren der Cinta Senese und die traditionellen ländlichen Gerichte bekannt.
Die Hügel, die heute Weinberge und Olivenhaine umfassen, standen im Mittelpunkt der Lega del Chianti (Chianti-Bund), die im 14. Jahrhundert von der Republik Florenz gegründet wurde, und erzählen auch heute noch die Geschichte von Grenzen, Identität und Symbolen, wie dem berühmten schwarzen Hahn.
Im Chianti-Gebiet zu reisen bedeutet, dem Rhythmus der Straßen zu folgen, die es durchqueren. Die Via Chiantigiana verbindet Florenz mit Siena und führt durch Orte wie Greve in Chianti mit seinem Säulenplatz, Castellina mit seiner, die Hügeln überragenden Festung, sowie Radda und Gaiole.
Rundum tauchen inmitten der Weinberge die heimeligen Dörfer Montefioralle oder Panzano auf, in denen Weinkeller, Werkstätten und ein mit dem Land verbundenes Alltagsleben erhalten geblieben sind.
Hier ist jeder Halt auf natürliche Weise mit der Reise verbunden, und selbst der Weg von einem Dorf zum anderen wird zu einem Erlebnis: eine Abfolge von Hügeln, Weinbergen und Horizonten, die sich Schritt um Schritt verändern.
Ein Küstenabschnitt, an dem die Natur üppig wird und sich die Landschaft laufend verändert. Die Etruskerküste wechselt zwischen Stränden, Pinienhainen und mediterraner Macchia mit stetem Blick auf das Meer und einer sehr alten Geschichte, die am Küstenstreifen wieder auflebt.
Hier gründeten die Etrusker Populonia, ihre einzige Stadt am Meer, die den Golf von Baratti überragt: ein Ort, an dem Nekropolen und archäologische Überreste noch heute mit der Landschaft in Dialog stehen.
Die Küste verläuft entlang der Aurelia, zwischen Klippen und sandigen Abschnitten, schattigen Pinienhainen und Felsvorsprüngen mit Blick auf das Meer. Castiglioncello, San Vincenzo, Vada und Piombino spiegeln unterschiedliche Seelen desselben Gebietes wider, während im Hinterland ruhige Dörfer wie Suvereto, Sassetta, Montescudaio und Guardistallo in bebautem Hügelland und der Stille versinken.
Die Reise bietet Meer und Land, Naturwanderungen, Kuraufenthalte und archäologische Stätten.
Eine Küste, die man erleben sollte, indem man sich von Licht, Düften und weiten Horizonten leiten lässt.