Die Toskana ist ein wahres Paradies für Fahrradfans, von Profis bis hin zu Enthusiasten, die es ruhig angehen und die Landschaft genießen möchten. Die Vielfalt des Gebiets ist einzigartig: von unbefestigten Straßen auf dem Land bis hin zu Mountainbike-Strecken abseits der Straße, von gepflasterten Gassen in Dörfern bis hin zu Radwegen entlang von Flüssen.
Die Region blickt auf eine lange Radsporttradition zurück: Legenden wie Bartali, Cipollini und Bettini trainierten auf genau diesen Straßen. Hier fünf landschaftlich reizvolle Routen, die man in der Toskana ausprobieren sollte.
Eine alternative Möglichkeit, die Insel Elba zu besuchen, ist das Fahrrad, das das ganze Jahr über benutzt werden kann. Die Insel ist überwiegend hügelig, und die Auf- und Abfahrten sind ein Genuss für Radfahrer. Sie bieten spektakuläre Ausblicke auf das Meer und versteckte Einblicke in weniger bekannte Dörfer und Buchten.
Empfohlene Route: etwa 30 km auf den Monte Calamita, in der Nähe von Capoliveri. Unterwegs trifft man auf alte Eisenminen und interessante Beispiele der Industriearchäologie. Hier findet auch der berühmte Capoliveri Legend Cup statt.
Für einen Hauch von Vintage führt die Eroica durch einige der schönsten Gebiete der Toskana: Chianti, Crete Senesi und Val d'Orcia.
Die Veranstaltung, die am ersten Sonntag im Oktober stattfindet, ist dank der Schotterstraßen und der Länge der Etappen, zwischen 46 und 200 km, zu einem Muss für Radfahrer*innen geworden. Neben der sportlichen Herausforderung kann man auf der Strecke lokale Gastronomie- und Weinpezialitäten genießen.
Empfohlene Route: Man kann die durchgehend verfügbare Strecke das ganze Jahr über befahren und die legendäre Atmosphäre der Veranstaltung erleben, auch ohne am offiziellen Wettbewerb teilzunehmen. Die 209 km lange Strecke im Herzen des Terre di Siena-Gebiets führt abwechselnd über asphaltierte und Schotterstraßen, wobei insgesamt 3.800 Höhenmeter - bestens geeignet für Radtourismusfans - überwunden werden.
Die Apuanischen Alpen mit dem Fahrrad zu erkunden bedeutet, Natur, Geschichte und atemberaubende Landschaften miteinander zu verbinden. Jede Fahrt bietet einzigartige Ausblicke und Momente, um die wilde Schönheit der Toskana hautnah zu erleben. Inmitten von mittelalterlichen Festungsanlagen, historischen Dörfern und Zeugnissen vergangenen Lebens wird die Route auch zu einer Reise in die lokale Geschichte und Kultur und ist bestens für all jene geeignet, die Sport und Entdeckungslust miteinander verbinden möchten.
Empfohlene Route: Abfahrt von Castelnuovo di Garfagnana, vorbei an der Rocca Ariostesca (Ariosto-Burg) und der Festung Mont'Alfonso, die Zeugnis über die Bedeutung der Herrschaft der Este ablegen. Der Radrundweg verläuft entlang des Baches Turrite Secca, vorbei an Isola Santa, weiter nach Careggine und folgt den Schildern der historischen Via del Volto Santo (Weg des Hl. Antlitzes).
Die Strecke von Florenz nach Fiesole ist landschaftlich so reizvoll, dass sie für die Radweltmeisterschaft 2013 ausgewählt wurde. Fiesole liegt im Hügelland nordöstlich von Florenz, nur 8 km vom Stadtzentrum entfernt, und bietet spektakuläre Aussichten auf die Stadt und das Umland.
Empfohlene Route: Die Route ist kurz, etwa 16 Kilometer, aber anstrengend; sie beginnt in Campo di Marte und führt durch das umliegende Hügelland, vorbei an eleganten Villen, historischen Klöstern und atemberaubenden Landschaften. Auf dem Weg hinauf nach Fiesole kann man spektakuläre Ausblicke auf die toskanische Landschaft genießen und Sehenswürdigkeiten wie das Kloster San Domenico und die archäologische Ausgrabungsstätte mit dem römischen Amphitheater besichtigen. Auf dem Rückweg nach Florenz ist die Strecke reich an neuen Aussichten auf die Stadt und die toskanische Landschaft mit üppiger Natur und harmonischen Panoramablicken, die ein einzigartiges Raderlebnis bieten.
Das Valdichiana ist ein geschichtsträchtiges Gebiet mit malerischen Dörfern und ländlichen Landschaften, die sich bestens für eine Erkundung mit dem Fahrrad eignen. Mit dem Fahrrad durch die sanften Hügel zu fahren bedeutet, in die ureigene toskanische Landschaft mit Kanälen, Seen und antiken Wasserbauwerken einzutauchen.
Empfohlene Route: Der Sentiero della Bonifica (Urbarmachungsweg) verbindet Arezzo und Chiusi auf einer Länge von etwa 60 km und ist bestens für all jene geeignet, die eine leichte, landschaftlich reizvolle Strecke suchen. Vorbei geht es an den Seen von Chiusi und Montepulciano und unterwegs besteht die Möglichkeit, Vögel zu beobachten. Der Sentiero della Bonifica folgt auch den Ufern des Canale Maestro (Hauptkanal) vorbei am Callone di Valiano, einem Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert zur Wasserregulierung zwischen den Seen. Ein Vorschlag ist, einen Abstecher nach Cortona zu machen, das etwa 12 km entfernt liegt und auf einem anspruchsvollen letzten Anstieg zu erreichen ist, um einen einzigartigen Ausblick und ein malerisches Dorf genießen zu können.