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Innenansicht der Kirche, die das Mittelschiff mit Reihen von Holzbänken, große weiße Säulen, die Bögen stützen, eine Holzbalkendecke und im Hintergrund den Hochaltar, den ein Kruzifix überragt, sowie zwei Fenster mit verzierten Glasmalereien zeigt.
Photo © Orme del Mugello
Photo © Orme del Mugello

Pfarrkirche von Cornacchiaia

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Kirchen

Ein romanisches Juwel im Apennin

Die Pfarrkirche San Giovanni Battista Decollato in Cornacchiaia (Firenzuola) ist einer der wichtigsten Sakralbauten des Florentiner Apennins und bewahrt in den Gemäuern Spuren jahrhundertelanger Geschichte. Sie liegt an einer alten Straße, wohl etruskischen Ursprungs, die Fiesole mit Felsina, heute Bologna, verband. Die Kultstätte soll zwischen dem 4. und 5. Jh. vom Hl. Zenobius auf einem bestehenden römischen Tempel gegründet worden sein. Denn die bei Grabungen 1974 entdeckten Funde belegen die Existenz älterer Bauten, während das heutige Gebäude aus der 2. Hälfte des 12. Jh. stammt und vieles mit der nahen Kirche Sant’Agata gemeinsam hat.

Dem enthaupteten hl. Johannes dem Täufer wurde sie im 14. Jh. geweiht, als das Gebiet unter Florentiner Einfluss geriet; seitdem wurde die Kirche zu einem wichtigen religiösen und gesellschaftlichen Bezugspunkt für Landgemeinden umliegender Täler.

Trotz vieler Umbauten weist die Kirche heute noch bedeutende Zeugnisse der romanischen Architektur des Apennins auf, sichtbar vor allem an Fassade und Hauptportal, das Flechtmotive, 12 Buckelornamente, die an die Apostel erinnern, und ein in den Architrav gemeißeltes griechisches Kreuz zieren. In der Lünette ist das Gemälde des Chr. Pantokrator von Antonio Pittaco aus dem Jahr 1903 zu sehen, während sich an der Nordwand ein zweites, später zugemauertes Portal befindet. Im Inneren weisen die drei Schiffe Kapitelle mit Tierfiguren und symbolischen Motiven auf, sowie Spuren der einstigen Strukturen, die bei den Renovierungen im Jahr 1974 freigelegt wurden.

Den Komplex ergänzt ein Glockenturm, der auf einem alten langobardischen Turm errichtet wurde und noch heute eine mittelalterliche Glocke beherbergt. Mitten in der Berglandschaft von Cornacchiaia ist die Kirche so nicht nur ein wertvolles bauliches und künstlerisches Zeugnis, sondern auch ein Ort des kollektiven Gedächtnisses, der durch seine Steine die Verbindung zwischen Glauben, Geschichte, Gemeinschaft und Region widerspiegelt.

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