Die Pfarrkirche der Heiligen Petrus und Paulus liegt an der Via Francigena in der Gemeinde Castelfiorentino, zwischen San Miniato und San Gimignano.
Sigerich erwähnt sie in seinem Reisetagebuch unter der Bezeichnung „Sancte Petre Currant“, also San Pietro in Coiano, als Raststätte an der Via Francigena. Er machte hier während seiner Rückreise zu seinem Bischofssitz in Canterbury zwischen 990 und 994 n. Chr. Halt.
Im Frühmittelalter bildete die Pfarrkirche den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens der ländlichen Bevölkerung in der Umgebung. Gebet und religiöse Feste prägten hier das geistliche Leben der Gemeinschaft.
Das Gebäude weist einen basilikalen Grundriss auf und besteht aus zwei klar voneinander abgegrenzten Abschnitten, die unterschiedlichen Bauphasen entsprechen. Der ältere Teil aus Sandstein umfasst den unteren Bereich der Fassade. Der obere Teil wurde später aus Ziegeln errichtet, vermutlich nach einem Einsturz. Diese Kombination verleiht der Pfarrkirche ihr charakteristisches und eindrucksvolles Erscheinungsbild.
Die Apsis stammt aus der ersten Bauphase und ist im romanisch-lombardischen Stil ausgeführt. Das Innere der Pfarrkirche gliedert sich in drei Schiffe. Zwei Reihen mit jeweils sechs Säulen tragen die Rundbögen, die die Schiffe voneinander trennen.