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Eines der Zimmer von Renato Fucini gewidmeten Museums
Photo © Comune di Monterotondo Marittimo
Photo © Comune di Monterotondo Marittimo

Die Zimmer von Renato Fucini

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Museen

In Monterotondo Marittimo entfaltet sich ein erzählendes Museum, das dem toskanischen Schriftsteller und seiner tiefen Verbundenheit mit der Maremma gewidmet ist

Im Herzen von Monterotondo Marittimo präsentiert sich das Renato Fucini gewidmete Museum wie eine Erzählung in Räumen, in denen das Leben und das Werk des Schriftstellers durch stimmungsvolle Schauplätze, Texte, Bilder und Gegenstände Gestalt annehmen. Es ist kein klassischer Ausstellungsraum, sondern ein „erzählendes Museum“, das die Stimme, den scharfen Blick und die feine Ironie eines der aufmerksamsten Beobachter der Toskana des späten 19. Jahrhunderts wiederaufleben lässt.

Der Rundweg ist in Themenräume unterteilt, die dem Besucher die Vielschichtigkeit Fucinis näherbringen: den Menschen, den Dichter und den Intellektuellen, der zutiefst mit der Maremma und ihren Bewohnern verwurzelt war. Beim Betreten des ersten Raumes wird man von einem Stapel Koffer begrüßt, der vermuten lässt, dass ihr Besitzer ein weitgereister Mann war. Beim Näherkommen findet man an jeder Küste, mit Ausnahme von Neapel, die Namen von Orten, die nicht allzu weit von Monterotondo Marittimo, dem Geburtsort des Schriftstellers, entfernt sind. Diese Koffer markieren die Lebensstationen von Renato Fucini. Öffnet man sie, leuchten sie auf und geben Gegenstände, Texte oder Bücher preis, die eng mit dem jeweiligen Ort, seiner Kindheit oder den historischen Ereignissen jener Epoche verknüpft sind.

Im selben Raum zieht ein großer Metallschrank die Blicke auf sich. Seine Silhouette erinnert an ein hochwertig gefertigtes Möbelstück – ein Einrichtungsgegenstand, der zweifellos aus dem wohlhabenden Bürgertum stammt, dem auch Renato Fucini angehörte. Die auf den Fächern platzierten Gegenstände erzählen jedoch eine andere Geschichte. Es sind einfache, abgenutzte Werkzeuge aus der bäuerlichen Welt. Diese Utensilien zur Bearbeitung des Bodens führen den Besucher ohne Umschweife zu den Lieblingsthemen des Schriftstellers. 

An der Wand direkt neben dem Schrank steht ein kleiner Tisch mit einem großen Notizbuch, dessen Seiten noch leer zu sein scheinen – wie ein Tagebuch, das darauf wartet, beschrieben zu werden. Sobald man sich ihm nähert, beginnen sich die Worte auf dem Papier wie von Geisterhand zu formen. Sie erzählen mit Fucinis unverwechselbarer Ironie von einer Begebenheit, die er gemeinsam mit dem berühmten Dichter Giosuè Carducci erlebte.

Ein ganzer Raum ist dem Thema der abendlichen Gesprächsrunden, den „Veglie“, gewidmet. In seinen repräsentativsten Werken scheint Fucini selbst das Modell des gesprochenen Textes, der Mündlichkeit, vorzuschlagen. Die Idee stammt maßgeblich von seiner berühmten Novellensammlung Le veglie di Neri (Neris Abendgeschichten). Um dem alten Ofen, der prachtvoll in der Mitte des Raumes thront, Leben einzuhauchen, wurden Auszüge von Preisträgern des nationalen Premio Fucini ausgewählt, der im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde.

Sonstige Attraktionen in Monterotondo Marittimo