Am Donnerstag, den 7. Mai, um 21 Uhr gastiert im Teatro Verdi in Florenz die Orchestra della Toscana unter der Leitung von Diego Ceretta, mit Emilio Checchini an der Klarinette und Umberto Codecà am Fagott.
Das Programm vereint drei Komponisten des österreichisch-deutschen Repertoires zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert und ist um eine Vorstellung von Zeit aufgebaut, die nicht als bloße Abfolge von Epochen verstanden wird, sondern als lebendiges, wandelbares Element.
Ceretta hat sich in seinem ersten Dreijahreszyklus an der Spitze des ORT intensiv mit diesem Repertoire auseinandergesetzt und präsentiert in diesem Konzert eine Art Synthese, wobei er auch zwei Stimmführern des Orchesters eine zentrale Rolle überträgt: Checchini, seit 2019 Solo-Klarinettist, und Codecà, langjähriger Solo-Fagottist des Ensembles.
Das Konzert eröffnet mit dem Langsamer Satz von Webern – ein Werk, das noch der Spätromantik verpflichtet ist und von einer intimen, schwebenden Atmosphäre geprägt wird.
Im Zentrum des Abends steht das Duetto-Concertino von Richard Strauss, in dem Klarinette und Fagott zu Protagonisten eines fortwährenden Dialogs werden, begleitet vom Orchester mit Maß und Ausgewogenheit.
Abgerundet wird das Programm durch die Sinfonie Nr. 1 von Mendelssohn, ein Jugendwerk voller Energie und Impuls, entstanden im Spannungsfeld der großen Vorbilder der Vergangenheit.
Der musikalische Bogen reicht somit von Mendelssohns Jugend über die Spannungsdichte Weberns bis zur späten Reife von Strauss und findet seinen Zusammenhalt gerade in den Unterschieden dieser drei Klangwelten.
Das Konzert wird außerdem in Siena (8. Mai), Figline (9. Mai), Ferrara (11. Mai) und Pisa (12. Mai) aufgeführt.