In Certaldo, in den mit Fresken geschmückten Räumen des Palazzo Pretorio, findet die CertaldoArte26 statt, eine Ausstellung, die der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist und dieses Jahr ihre sechste Auflage erlebt.
In diesem Jahr werden drei Einzelausstellungen mit den Künstlern Oliviero Rainaldi, Alfredo Rapetti Mogol und Antonio Barbieri veranstaltet.
Den Auftakt bildet die Schau In verso. Erzählende Fragmente von Oliviero Rainaldi, die am Samstag, 21. Februar, eröffnet wurde und bis zum 17. Mai zu sehen ist.
Das Projekt vereint über dreißig historische und aktuelle Werke, darunter auch einige unveröffentlichte, und bietet einen bedeutenden Einblick in eine Forschung, die Klassizismus und Moderne in einer essentiellen und wiedererkennbaren Sprache vereint.
Am 23. Mai wird die zweite Ausstellung, La parola salvata von Alfredo Rapetti Mogol, eröffnet, die bis zum 13. September zu sehen sein wird.
Die Schau präsentiert etwa dreißig Werke, darunter seine berühmten Schriftbilder auf Leinwand sowie neuere Arbeiten zur Dekonstruktion des Wortes. Die alphabetischen Kompositionen werden auf verschiedenen Trägermaterialien - Leinwand, Blei, Zement, altes Papier und Marmor - zusammen mit einigen ortsspezifischen Kunstinstallationen realisiert.
Den Abschluss der Ausstellung bildet La materia della vita von Antonio Barbieri, die am 26. September eröffnet wurde und bis zum 8. Februar 2027 zu sehen ist.
Das Projekt spiegelt die Spannung wider, die sich durch die Forschung des Künstlers zieht, der von der Beobachtung natürlicher Phänomene und Umweltdaten ausgeht, um sich dann in Richtung abstrakter und spekulativer Dimensionen zu bewegen, in einem Prozess, der die Verwurzelung auf der Erde mit dem Streben nach umfassenderen Systemen verbindet.
Im Laufe der Jahre fanden hier Ausstellungen statt, die bedeutenden toskanischen Künstlern wie Gualtiero Nativi, Vinicio Berti, Giuseppe Chiari, Luigi Montanarini und Giampaolo Talani gewidmet waren, sowie Ausstellungen internationaler Künstler wie Helidon Xhixha und Milot. In jüngerer Zeit wurden im Rahmen der Ausstellung auch digitale Kunstprojekte mit Vincenzo Marsiglia und die konzeptionelle Ausstellung von Valentina Palazzari gezeigt, welche die Ausgabe 2025 zum 650. Todestag von Giovanni Boccaccio abschloss.