Die Burg im Wald
Los geht es in der Ortschaft Corsalone in der Gemeinde Chiusi della Verna, um eine Route in Angriff zu nehmen, die Natur, Stille und Geschichte harmonisch vereint. Zunächst fährt man bergauf auf Nebenstraßen mit gut befahrbarem Untergrund und Abschnitten mitten im Grünen zu den kleinen Weilern Lappola und Sarna. Bei Croce di Sarna erreicht man den höchsten Punkt des Tages auf 622 m Höhe. Auf diesem ersten Abschnitt, auf dem sich die körperliche Anstrengung aufgrund der Steigungen allmählich bemerkbar macht, wird die Landschaft zunehmend abgeschiedener und wilder. Dichte Wälder, alte, abgelegene Gehöfte und kleine ländliche Ortschaften begleiten uns während des gesamten Aufstiegs, um so auf natürliche, intensive Weise in die traditionelle Landschaft des Casentino einzutauchen.
Nach einer schönen Abfahrt geht es wieder bergauf bis Poggio d’Acona, wo sich plötzlich der Ausblick vor unseren Augen auftut. Nach einer Foto- und einer kleinen Verschnaufpause wird die Radtour fortgesetzt, bis man, eingebettet in das Grün und hoch über dem Tal thronend, die Burg von Valenzano, in der Gemeinde Subbiano, erblickt. Dieser beeindruckende Bau, dessen mittelalterliche Wurzeln mit dem romantischen, an das 19. Jahrhundert erinnernden Erscheinungsbild verschmelzen, mutet fast märchenhaft an. Umgeben von Wäldern und einer unwirklich anmutenden Stille ist dies zweifellos der spektakulärste Ort der gesamten Tour und gewiss eine Pause wert.
Nachdem man die Burg hinter sich gelassen hat, wird der letzte Abschnitt dieser Radtour in Angriff genommen, wobei bei den Steigungswechseln auf mögliche Tücken des Schotterbelags zu achten ist. Die Rückfahrt nach Corsalone erfolgt in aller Ruhe auf den für diese Gegend typischen Schotterstraßen, bevor man auf einige flache und entspannende Abschnitte des Arno-Radwegs gelangt und so eine Rundfahrt voller landschaftlicher Vielfalt und besonderer Reize abschließt.