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Mit dem Hund auf Radtour in der Umgebung von Monteriggioni
Photo © Matteo Dunchi
Photo © Matteo Dunchi

Tierfreundliche Wanderwege und Routen in der Toskana

Gemächlich durch Hügelland und Dörfer

Die Toskana ist eine Region, die man in aller Ruhe erkunden sollte. In Landschaften, die im Laufe der Jahrhunderte von Menschenhand geprägt wurden, kann man auf zahlreichen Routen in die wahre Identität der Region eintauchen, indem man alten Pilgerwegen und Pfaden folgt, die Städte, Pfarreien und kleine ländliche Ortschaften miteinander verbinden. Für all jene, die mit ihrem vierbeinigen Freund unterwegs sind, bieten diese Routen eine besondere Gelegenheit, die Reise gemeinsam zu genießen und sich an einem Erlebnis in engem Kontakt mit der Natur zu erfreuen. Viele Abschnitte der wichtigsten Wanderwege und bedeutenden Routen der Toskana verlaufen nämlich auf unbefestigten Straßen, Pfaden und ländlichen Routen, die durch Landschaften führen, die sich besonders gut für Spaziergänge mit dem Hund eignen.

Von der Via Francigena (Frankenstraße) über den Cammino di San Jacopo (toskanischer Jakobsweg) bis hin zur Via Etrusca (Etruskerstraße), die Fucecchio mit Fiesole verbindet: Die Toskana bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Region in gemächlichem, nachhaltigem Tempo inmitten abwechslungsreicher Landschaften und geschichtsträchtiger Orte zu entdecken.
Inhalt
  • 1.
    Die Frankenstraße: auf den Spuren der Pilger
  • 2.
    Der toskanische Jakobsweg
  • 3.
    Die Etruskerstraße von Fucecchio bis Fiesole
  • 4.
    Tipps für Wanderungen mit Ihrem Hund

Die Frankenstraße: auf den Spuren der Pilger

Auf der Strecke von Abbadia a Isola nach Monteriggioni
Auf der Strecke von Abbadia a Isola nach Monteriggioni - Credit: Ciclica

Die Frankenstraße ist einer der bekanntesten Pilgerwege Europas und verläuft fast 400 km lang durch die Toskana, wobei sie einige der faszinierendsten Orte der Region miteinander verbindet. Auf der Strecke stößt man auf Kunststädte, Pfarreien, mittelalterliche Dörfer und Kulturlandschaften, die jede Etappe einzigartig machen. Viele Abschnitte verlaufen auf unbefestigten Straßen und Wegen inmitten der Natur und bieten ideale Bedingungen für alle, die gemeinsam mit ihrem Haustier spazieren gehen möchten. Zu den repräsentativsten Orten entlang der Route zählen San Miniato mit seiner auf einem Hügel thronenden Altstadt, Monteriggioni, das für seine mittelalterliche Stadtmauer bekannt ist, und das spektakuläre Val d’Orcia, wo sich die Route zwischen Zypressen, Hügelland und Dörfern schlängelt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Für Reisende mit Hund zählen zu den reizvollsten Etappen jene zwischen San Miniato und Gambassi Terme, die durch Wälder, Pfade und die für das toskanische Hügelland so typischen Landschaften geprägt sind, sowie der Abschnitt, der San Gimignano mit Monteriggioni inmitten von Olivenhainen, Zypressen und spektakulären Ausblicken verbindet. Wenn man die Wanderung gut vorbereitet in Angriff nimmt und Routen wählt, die den Bedürfnissen seines Tieres entsprechen, wird die Frankenstraße zu einem unvergesslichen Erlebnis, das man gemeinsam mit seinem vierbeinigen Begleiter genießen kann.

Der toskanische Jakobsweg

Buggiano Castello
Buggiano Castello - Credit: Discover Pistoia
Inspiriert von den bedeutenden europäischen Pilgerwegen verbindet der Cammino di San Jacopo (Jakobsweg) Florenz mit Livorno und führt dabei durch das Herz der Toskana. Die Route führt durch Hügelland, ländliche Gebiete und Altstädte sowie durch Städte, die viel an Geschichte und Traditionen zu bieten haben. An der Route liegen besonders interessante Orte wie Prato mit seinem Kunst- und Textilerbe, Pistoia, eine wichtige Station auf dem toskanischen Jakobsweg, die die Reliquie des Heiligen Jakobs beherbergt, sowie Pescia, das Tor zum Valdinievole. Das Wechselspiel zwischen Natur und Kulturerbe macht diese Route besonders interessant für all jene, die gemeinsam mit ihrem Haustier ein geruhsames Erlebnis genießen möchten. Die Route erstreckt sich insgesamt über etwa 110 Kilometer und bietet mehrere Abschnitte, die sich besonders gut für Reisende mit Hund eignen. Dazu gehören die Strecke zwischen Prato und Pistoia, die sich am Fuße des Montalbano entlangschlängelt und durch Grünflächen und schattige Abschnitte führt, sowie die Strecke zwischen Pistoia und Pescia, die hügeliger ist und durch historische Ortschaften wie Serravalle Pistoiese führt.

Die Etruskerstraße von Fucecchio bis Fiesole

Die Hügel von Vinci
Die Hügel von Vinci - Credit: Alice Russolo - Archivio fotografico Toscana Promozione Turistica
Die Via Etrusca ist zwar weniger bekannt als andere große regionale Routen, ermöglicht es jedoch, alte Wege wiederzuentdecken, die das von den Etruskern bewohnte Gebiet verbanden. Die Route führt durch sehr unterschiedliche Landschaften, von den Feuchtgebieten des Padule di Fucecchio (Sumpf von Fucecchio) über die Hügel, die nach Vinci führen, bis hin zu den Ausblicken kurz vor Fiesole, einem der symbolträchtigsten Orte des alten Etruriens. Die Route führt abwechselnd durch Wälder, über Landstraßen sowie durch landwirtschaftlich geprägte Gebiete und bietet ein Erlebnis, das besonders für all jene geeignet ist, die gerne die Gegend fernab der ausgetretenen Pfade erkunden und den Weg gemeinsam mit ihrem treuen Begleiter genießen. Zu den reizvollsten Abschnitten zählen die Wege, die durch die Cerbaie und den Sumpf von Fucecchio inmitten der Natur und mit weitläufigen schattigen Abschnitten führen, die in der warmen Jahreszeit besonders einladend sind. Sehr interessant ist auch die Wanderroute entlang des Montalbano-Kamms zwischen Vinci, Mignana und Artimino, der sich durch Eichen- und Kastanienwälder, Weinberge und Olivenhaine schlängelt und durch seine wunderschönen Ausblicke auf die toskanische Landschaft besticht. In der Nähe von Fiesole schließlich bietet der Anello del Torrente Mensola e Settignano (Rundwanderweg Mensola-Bach und Settignano) die Möglichkeit, die Wanderung mit einem hübschen Spaziergang durch das in die Natur versunkene Hügelland mit Blick auf die Stadt Florenz ausklingen zu lassen.

Tipps für Wanderungen mit Ihrem Hund

Vor dem Aufbruch ist es immer ratsam, die Besonderheiten der gewählten Route, die Verfügbarkeit von Wasser auf dem Weg und die gegebenenfalls geltenden Vorschriften in den durchquerten Schutzgebieten zu prüfen. Außerdem ist es wichtig, die Länge der Etappen in Hinblick auf die Kondition Ihres Tieres abzuschätzen und unterwegs entsprechende Pausen einzuplanen. Mit der richtigen Vorbereitung kann eine Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, das man gemeinsam mit seinem vierbeinigen Reisebegleiter genießen kann.
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