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Luftaufnahme des historischen Zentrums von Carrara
Photo © Massimo Borchi
Photo © Massimo Borchi

America Rovesciata

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Ausstellungen

Ausstellung von Jorge Romeo und Hector „Mono“ Carrasco in Carrara

Am Samstag, den 4. April, wurde in der Via Santa Maria in Carrara das erste Projekt der Reihe „Arte abitata“ (Bewohnte Kunst) eingeweiht. Die Initiative bietet soziokulturellen und künstlerischen Projekten im historischen Zentrum der Stadt eine neue Heimat.

Den Auftakt macht der Künstler Jorge Romeo mit seiner Ausstellung „America Rovesciata“ (Umgekehrtes Amerika). Die Schau entstand als Moment der Reflexion und des Gedenkens im Rahmen der Initiative „Weder Vergessen noch Vergeben – Carrara erinnert an die 50 Jahre seit dem zivil-militärischen Putsch in Argentinien“. Dieser Jahrestag mahnt dazu, die Erinnerung an die Menschenrechtsverletzungen und die tiefen Wunden der südamerikanischen Diktaturen wachzuhalten. 

Durch unterschiedliche Ausdrucksformen – die bildhauerische Materie und die Handschrift der Wandmalerei – treten die beiden Künstler in einen visuellen Dialog. Dieser überschreitet geografische Grenzen sowie Generationen und hinterfragt das Verhältnis zwischen Geschichte und Gegenwart. Die ausgestellten Werke bieten einen Blickwinkel, der gefestigte Perspektiven umkehrt und Widerstand, kollektives Gedächtnis sowie Hoffnung evoziert. Die Ausstellung versteht sich als Begegnungsraum zwischen Kunst und zivilgesellschaftlichem Bewusstsein. Carrara wird hierbei zum Ort des Zuhörens und des Austauschs und bekräftigt den Wert der Erinnerung als lebendigen und notwendigen Akt. 

Neben Romeos Arbeiten werden auch Werke des chilenischen Künstlers Hector „Mono“ Carrasco gezeigt, um dem Publikum den in Lateinamerika tief verwurzelten Muralismus näherzubringen.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, den 3. Mai, jeweils von Mittwoch bis Sonntag zwischen 16:00 und 19:00 Uhr geöffnet.