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Istia d'Ombrone
Photo © Marco Tisi
Photo © Marco Tisi

Istia d'Ombrone

Zwischen Gassen am Wasser und Türmen, die einst über den Salzhandel wachten

Istia liegt über dem Wasser und hat anspruchsvollen Reisenden viel zu erzählen, die gerne weniger bekannte Reiseziele, fern der Hektik der Stadt, erkunden möchten. Es ist in den Ombrone Iscla-Strudeln entstanden, dem zu Ehren der kleinen Insel, auf der es errichtet wurde, verliehenen alten Namen, hat eine lange, immer noch die Gassen erfüllende Geschichte und bietet mit bunten Häusern und blumenreichen Terrassen eine einmalige Kulisse. Das nur wenige Kilometer vom Zentrum von Grosseto entfernte Dorf entstand lange vor dem Jahr 1000 durch eine Furt am Fluss. Hoch oben entstand eine Aldobrandeschi-Burg und an den Flussufern eine Durchgangs- und Einschiffungsstation für Männer, Händler und Pilger.

Zwei Tore mit Türmen zeugen von der bedeutsamen Vergangenheit, als auf der Burg Zölle für den Salzhandel am Ombrone erhoben wurden. Beim Schlendern durch die Gassen sieht man Herrenhäuser, die alte Burg, die Kirchen Santo Stefano und Santissimo Salvatore, die wohl aus der Langobardenzeit stammt und  Renaissancewerke aus dem 15. und 16. Jh. bewahrt, wie ein wertvolles Tafelbild von Vincenzo Tamagni aus dem Jahr 1528 mit der Begegnung zwischen dem Hl. Joachim und der Hl. Anna an der Goldenen Pforte.

Wenn man Istia d'Ombrone verlässt und den Flussufer-Wegen folgt, sind zwei interessante Orte  zu sehen. Der eine ist die Fattoria Fortificata della Grancia, entstanden als Zisterzienserkloster und später Landgut unter der Herrschaft der Lothringer; der andere Ponte Tura, ein wunderschönes Beispiel für die Industriearchäologie des 19. Jh.: ein Katarakt, der den Ombrone-Wasserstand regulierte und den Landstrich vor Überschwemmungen schützte sowie erstes Zeugnis der urbar gemachten Maremma. Noch heute kann man bei einem Spaziergang um diesen mächtigen Bau die Pyramide erreichen, die an die Eröffnung des Kanals neben der Brücke erinnert und mit 26. April 1830 datiert ist. Die reiche Vegetation und die Wander- und Radwege machen Istia zu einem der beliebtesten Ziele für langsam Reisende.

Südliche Maremma

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