Der Boboli-Garten in Florenz
Photo © Ilaria Giannini
Photo © Ilaria Giannini

Boboli-Garten

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Historische Gebäude

Eine Kunstausstellung unter freiem Himmel die auf Wunsch der Medici entstand

Der Boboli-Garten entstand auf Wunsch der Familie Medici. Er ist das grüne Herz von Florenz, ein Schatz der Natur und der Kunst und einer der größten und schönsten Italienischen Gärten der Welt. Der Garten ist wahrhaftig eine Ausstellung im Freien für Skulpturen die aus der Römerzeit bis zum 17. Jahrhundert stammen.

An seiner Gestaltung arbeiteten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert Architekten wie Vasari, Ammannati und Bernardo Buontalenti mit. Das Ergebnis ist eine einzigartige Mischung verschiedener Stile.

Der Neptun-Brunnen
Der Neptun-Brunnen - Credit: Ilaria Giannini

Im Boboli-Garten kann man vieles entdecken: Man startet die Besichtigung am Amphitheater, wo im Jahre 1789 in der Mitte des Theaters der riesige Ägyptische Obelisk aus Luxor aufgestellt wurde. Kurz darauf trifft man auf den Neptun-Brunnen, hier sieht man die große Statue des Künstlers Stoldo Lorenzi die den Gott des Meeres darstellt, der einen Dreizack in der Hand hält, aus diesem Grund wird das Kunstwerk auch „Forcone“  genannt.

Auf der Hügelspitze steht die ansehnliche Statua dell‘Abbondanza (Allegorie der Fülle), hier ließ sich der Künstler Giambologna vom Antlitz der Johanna von Österreich, der Gattin von Francesco I. de’ Medici inspirieren.

Die Zypressenallee im Boboli-Garten
Die Zypressenallee im Boboli-Garten - Credit: Ilaria Giannini
Blumen im Boboli-Garten
Blumen im Boboli-Garten - Credit: Ilaria Giannini

Wenn man Richtung Porta Romana hinunter und am Prato dell‘Uccellare (Vogelwiese) vorbei geht, gelangt man zum Viottolone, einer prächtigen Zypressenallee die von Skulpturen begrenzt ist und zum Piazzale dell'Isolotto führt.

Hier findet man den großen Ozean-Brunnen von Giambologna, der von zahlreichen Statuen umgeben ist. Drei von Ihnen stellen die Flüsse Nil, Ganges und Euphrat dar. Weitere Werke klassischer und volkstümlicher Art sind die Statuen der spielenden Jugendlichen und der reitende Perseus.

Lassen Sie sich auf keinen Fall die Besichtigung des pastellgrünen Kaffeehauses entgehen, das von den Fürsten des Hauses Habsburg-Lothringen im Jahre 1775 erbaut wurde. Auch sehenswert sind die Limonaia (Gewächshaus für Zitruspflanzen) und die Palazzina della Meridiana, wo das Mode- und Kostümmuseum eröffnet wurde.

Die Skulptur des Künstlers Mitoraj im Boboli-Garten
Die Skulptur des Künstlers Mitoraj im Boboli-Garten - Credit: Ilaria Giannini
Die Fontana del Bacchino
Die Fontana del Bacchino - Credit: Ilaria Giannini

Die Besichtigung endet mit der bekannten Grotta Grande, das Werk an dem Buontalenti im Auftrag von Francesco I. de' Medici, von 1583 bis 1593 arbeitete. Die Grotte ist eine einmalige Mischung von Malerei, Skulptur und Architektur. Bis 1924 waren hier auch die unvollendeten Skulpturen der Prigioni (Gefangenen) von Michelangelo ausgestellt, die man heute in der Galleria dell’Accademia bewundern kann.

Das Thema ist das der ungestalteten Materie, die durch die Alchemie zur Harmonie gelangt. An den Wänden aus Felsen, Stalaktiten und Muscheln wurden vom Künstler Pietro Mati Menschen- und Tierfiguren eingemeißelt.
 
Der Besuch im Boboli-Garten endet mit einigen ungewöhnlichen Werken: Die aus dem Jahr 1560 stammende originelle Fontana del Bacchino zeigt den Zwerg Morgante als Gott Bacchus auf dem Rücken einer Schildkröte. Eine monumentale Kopf-Skulptur aus Bronze von Igor Mitoraj befindet sich, seit der Ausstellung des polnischen Künstlers im Jahr 2002, auf der Vogelwiese (Prato dell'Uccellare).

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