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Populonia
Photo ©Shutterstock.com / Evgeny Rivkin

Mit dem Auto von Piombino nach Pisa

Entdecken Sie unterwegs die etruskische Geschichte

Populonia
Grotten-Nekropolen im Parco archeologico Baratti e Populonia
Grotten-Nekropolen im Parco archeologico Baratti e Populonia

Populonia ist die einzige etruskische Stadt, die direkt am Meer liegt. Die Stadt wurde seit der Zeit der Villanovakultur bewohnt  und pflegte Handelsbeziehungen mit Sardinien. Während der Zeit der Akkulturation an den Nahen Osten, führten die Adligen auf dem Höhepunkt ihres poltischen Lebens einen aufwendigen Lebensstil. Diese soziale Schicht war besonders wohlhabend dank der Kontrolle über die nahen Bergwerke und die Insel Elba, deren Ausbeutung schon bald systematisch vonstattenging.

Wenn Sie die Straße nehmen, die entlang des Golfs verläuft, gelangen Sie vor Barrati zum Parco archeologico di Baratti e Populonia. Heute ist Baratti ein einladender Touristenort mit einem kleinen Hafen, zur Zeit der Etrusker und Römer aber war der Ort ein sehr wichtiges Zentrum für den Handel und die Eisenproduktion aus Elba. In der Stadt wurde so viel haematite verarbeitet, dass ein eigener industrieller Zweig gegründet wurde. Fast die gesamte Nekropolis wurde mit Schlacke überzogen! An einigen Stellen ist die Schicht bis zu 20 Meter dick.

In dem Park können Sie die Nekropole San Cerbone, die Höhlennekropole und die Akropolis von Populonia besichtigen. In dem Besucherzentrum wird die Geschichte der Region durch erläuternde Tafeln und mediale Projektionen dargestellt. Beim Zentrum für experimentelle Archäologie, das im Zentrum des Parks liegt, finden auch didaktische Aktivitäten statt.
Nach der Besichtigung des archäologischen Gebiets geht es weiter nach Piombino zum Archäologischen Museum, das die bedeutendsten Fundstücke dieses Gebiets bewahrt.

Populonia is the only Etruscan city directly on the sea. The city has been inhabited since the Villanovan period by scattered households, distinguishing themselves by boasting a privileged relationship with the Sardinian market. During the period of Near Eastern acculturation, aristocrats at the helm of the political life in the settlement led an opulent life. This social class was particularly wealthy thanks to its control over the nearby iron mines and the Isola d’Elba, the exploitation of which soon became systematic.

Taking the road that runs along the gulf, before arriving in Baratti, you’ll come to the Populonia Archeological Park. Today, Baratti is a pleasant tourist destination with a small port, but in the Etruscan and Roman eras it was a very important centre for trade and iron production from Elba. Indeed, the town processed so much haematite that a proper industrial district was created and the amount of slag ended up covering most of the ancient necropolis! In some places, there’s even a layer as much as 20 metres thick.

At the park, you can visit the San Cerbone necropolis, the Necropolis of the Caves and Populonia’s acropolis. The Visitors’ Centre narrates the history of the region through explanatory panels and media projections. There are also educational activities at the Centre of Experimental Archaeology, located at the centre of the park.

Piombino
Piombino
Piombino - Credit: Shutterstock.com / robertonencini

Nach der Besichtigung des archäologischen Gebiets geht es weiter nach Piombino zum Archäologischen Museum, das die bedeutendsten Fundstücke dieses Gebiets bewahrt.

Das historische Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, war zuerst die Residenz der Appiani-Familie und gelangte später in den Besitz von Elisa Baciocchi, Napoleons Schwester. TDas Museum besitzt archäologische Fundstücke, die von der Prähistorie bis zur Zeit der Römer reichen. Darunter finden sich einige besonders bedeutende Stücke wie die vielen und reich ausgestatteten Gräber aus Populonia, und einige ausgesprochen schöne römische Artefakte, darunter eine Silberamphore aus Barrati, die auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht, zusammen mit Medaillons, die heidnische Mythen wiedergeben und ein Fischmosaik.

Cecina
Dünenstreifen von Cecina
Dünenstreifen von Cecina - Credit: Nuccio71

Nach Piombino geht es über die Via Aurelia zurück nach Pisa. Legen Sie nach 50 km einen Zwischenstopp in Cecina an der Küste ein, an der sich lange, von üppiger Vegetation überzogene Dünen entlangziehen, die vom Strand bis ins Landesinnere verlaufen. Cecina ist aber auch ein altes Gebiet, in dem die lokalen Entdeckungen bis ins Neolithikum zurückreichen. Dieses Gebiet wurde auch zur Zeit der Etrusker bewohnt und erhielt seinen Namen von dem etruskischen Konsul Albino Cecina. Hier können Sie das Museo Archeologico di Cecina besichtigen, das in der Villa Guerrazzi aus dem 18. Jahrhundert beherbergt wird, das die Geschichte des Val di Cecina anhand von interessanten Artefakten nachzeichnet, die in den Siedlungen und Nekropolen sowie für die handwerklichen Aktivitäten in Volterra, Casale Marittimo, Vada, Bibbona und Montescudaio verwendet wurden. 

Rosignano Marittimo
Burg von Rosignano Marittimo
Burg von Rosignano Marittimo - Credit: Etienne

Nicht weit von Cecina entfernt liegt das Museo Archeologico in Rosignano Marittimo. Es ist in dem Palzzo Bombardieri untergebracht und bewahrt Stücke aus den etruskischen Nekropolen in Castiglioncello und Vada, architektonisch interessante Exponate und Möbel aus luxuriösen Residenzen entlang der Küste und aus dem Hinterland.

Pisa
Tumulus des etruskischen Prinzen
Tumulus des etruskischen Prinzen - Credit: Alecobbe / Wikipedia

Der Tumulus des etruskischen Prinzen liegt zwischen  der Via San Jacopo und der Via Pietrasantina, und geht auf das 8.-7- Jahrhundert v. Chr. zurück.  Das Grab weist einen Durchmesser von ca. 30 metern und eine tiefe von 4 Metern auf. Der Tumulus ist weniger ein Grab als vielmehr ein Kenotaph, der an an anderer Stelle begrabene Person erinnert, zelebriert mit einer Zeremonie, die "funus immaginarium" hieß. Die Feuerstelle wurde in einem Teil des Tumulus ausgemacht und enthielt die Überreste eines Metallprodukts, das die Gestalt eines menschlichen Wesens aufwies, das die Stelle des Verstorbenen einnahm.

Pisa war ein Flusshafen, der dort liegt, wo sich der Serchio-Fluss mit dem Arno verbindet unweit der Einmündung des letzteren. Pisa wurde seit der Zeit der Villanovakultur besiedelt. Der Ort war das Zentrum des etruskischen Weinexports zur spanischen und französischen Küste und prosperierte auch im ersten hellenistischen Zeitalter, wobei es im 4. Jahrhundert v. Chr. ein beträchtliches Wachstum verzeichnete. Die Romanisierung setzte hier schon früher ein: Pisa stand bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. unter römischen Einfluss. Der alte Hafen der Stadt, der bereits zur Zeit der Etrusker und Römer genutzt wurde, wurde vor Kurzem in der Stadt San Rossore unweit von Pisa entdeckt.

 

 

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