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Cassero di Poggibonsi
Photo ©Stefano Cannas

Poggibonsi, die Vielfalt der Menschen entlang der Via Francigena, die zeitgenössische Kunst und Mittelalter-Anklänge bietet

Auf den Spuren Savonarolas im Valdelsa

Silvio Ciappi by Silvio Ciappi
Palazzi, Gassen und Legenden
Im historischen Zentrum von Poggibonsi
Anthony Gormley in Poggibonsi
Anthony Gormley in Poggibonsi - Credit: Silvio Ciappi

Den Ausgangspunkt bildet die Hauptader des historischen Zentrums, die Via Maestra, auf die aus dem Mittelalter und der Renaissance stammende Palazzi hinausgehen, die den bedeutenden Florentiner Familien gehören. In einer Gasse erscheint die Terasse der alten Casa Ricciardi, die den Besitzern des Castello di Strozzavolpe gehört, das ein wenig außerhalb des historischen Zentrums inmitten von Weinbergen und einer schönen ocker- und azurblauen Landschaft liegt.

Die Via Francigena und zeitgenössische Kunstinstallationen
Street-Art und Kunst in Zentrumsnähe
Murales in Poggibonsi
Murales in Poggibonsi - Credit: Silvio Ciappi

Vom Zentrum aus empfiehlt sich ein Rundgang, um die Street-Art-Arbeiten zu entdecken, die sich über mehrere Orte der Stadt verteilen, die dank innovativer Kunstprojekte die Installationen verschiedener zeitgenössischer Künstler beherbergt, darunter Anthony Gormley oder Mimmo Paladino.

Wenn man das Zentrum verlässt, bewegt man sich in Richtung der grünen Lunge, die die Stadt umgibt. Von hier aus kann man das neugotische Castello di Badia und dann die Kirche San Lucchese erblicken, deren Namen auf den ersten laizistischen Franziskaner Italiens zurückgeht.

Zuallererst stößt man auf die Fonte delle Fate (Feenbrunnen) entlang der Via Francigena, ein prächtiges Zeugnis des alten Ortes Poggibonizio, den die Florentiner 1270 dem Erdboden gleichmachten. Die Brunnenanlage beherbergt die I Dormienti (Die Schlafenden) von Mimmo Paladino.

Historische Gebäude und Panoramablicke
Die Festungen von Poggibonsi
Die Burg von Poggibonsi
Die Burg von Poggibonsi - Credit: Silvio Ciappi

Ein Stück weiter stößt man auf die mächtige Fortezza di Poggio Imperiale, die die anthropomorphe, von Francesco di Giorgio Martini für die „Idealstadt“ theoretisierte Form aufweist. Innerhalb der Festung befinden sich der Bau und die Piazza d’Armi.

Hier kann man eine Pause einlegen und den Blick über die Colline metallifere (metallhaltige Hügel) bis zum Monte Maggio und Monte Amiata und weiter bis zu den Hügeln in der Umgebung von Grossetto schweifen lassen, von wo es nicht mehr weit bis zum Meer ist. 

Die Vergangenheit lebt in der Gegewart
Das Archeodromo von Poggibonsi
Archeodromo
Archeodromo - Credit: Silvio Ciappi

Kurz nach der Festung stößt man auf das Archeodromo, wo man anhand der Rekonstruktion von Siedlungen aus dem 5. Jahrhundert ein langobardisches Dorf und die ‚curtis’ (Grundherrschaft), eine Art Dorf mit Betrieb entdecken, das sich um eine große Holzhütte herum entwickelte (longhouse), in der der Grundherr residierte. Heute sind die „Herren“ des Ortes die Bewohner und ihr Gebiet, Brücken zwischen Tradition und Gegenwart

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